Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal etwas stärker gewachsen als zunächst angenommen. Statt 0,2 Prozent Wachstum errechnete das Statistische Bundesamt beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) nun 0,3 Prozent Plus zum Vorquartal.
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Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist tot
Der Unternehmer und Mäzen Klaus-Michael Kühne ist tot. Er starb in der Nacht zum Montag im Alter von 89 Jahren in der Schweiz, wie der Konzern Kühne+Nagel mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
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Harry Kane ist Fußballer des Jahres – Kompany bester Coach
Bayern-Profi Harry Kane ist zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt worden. Sein Münchner Club-Coach Vincent Kompany gewann bei der vom «Kicker» organisierten Abstimmung die Wahl zum Trainer des Jahres. Fußballerin des Jahres wurde Giulia Gwinn ebenfalls vom FC Bayern.
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VW-Chef: Kosten in Emden zu hoch – Einschnitte im Management
VW-Konzernchef Oliver Blume hat bei der Betriebsversammlung am gefährdeten Standort Emden spürbare Einschnitte im Management angekündigt. Angesichts des Spardrucks schaue man auch dort genau hin und baue ein Viertel der Stellen ab, sagte Blume. «Alle Bereiche müssen ihren Teil beitragen; es ist ein Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen kann.»
Der VW-Boss betonte in Emden die schwierige Wettbewerbslage des Standorts. Die Arbeitskosten lägen mehr als doppelt so hoch wie an vergleichbaren europäischen Standorten, auch bei den Fabrikkosten seien andere Werke deutlich günstiger, sagte Blume. Das Werk in Ostfriesland gilt als gefährdet, weil es noch keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er Jahre gibt.
Emden gilt als wichtigster industrieller Arbeitgeber in Ostfriesland
Mit Blick auf bedrohte Standorte wiederholte Blume, er wolle Werksschließungen vermeiden, bisher gebe es keine Beschlüsse.
Dass das Werk Emden auf der Kippe stehen soll, hatte überrascht, weil dort schon Ende 2024 der letzte Verbrenner vom Band gelaufen war und nach einer Milliardeninvestition ausschließlich E-Autos gebaut werden. In dem Werk arbeiten rund 7.700 Beschäftigte. Der Standort gilt in Ostfriesland als der wichtigste industrielle Arbeitgeber.
«Die Welt, auf deren Grundlage wir viele Entscheidungen der vergangenen Jahre getroffen haben, gibt es so nicht mehr», sagte Blume. Es gebe Veränderungen und deshalb müsse die Lage immer wieder neu bewertet werden. In Emden seien die Kosten zwar gesenkt, aber eben weiter vergleichsweise hoch. «Das ist kein Vorwurf, es ist die Realität, an der wir uns messen lassen müssen», sagte Blume.
Nach seiner Ankündigung, den Sparkurs zu verschärfen, wird beim größten Autobauer Europas um Zehntausende zusätzliche Jobs und vier ganze Standorte gebangt. Neben Emden waren dabei auch Zwickau und Hannover sowie das Werk der Tochter Audi in Neckarsulm in den Fokus geraten. Auch dort fehlt nach Angaben des Vorstands eine wettbewerbsfähige Belegung.
Nach Emden sollte Blume weiter nach Zwickau reisen, wo ebenfalls um den Standort gebangt wird. Noch eher als Emden galt die Fabrik dort als Pionier der Elektromobilität bei Volkswagen. Seit 2020 werden ausschließlich E-Autos gebaut. Zuletzt sank die Zahl der Beschäftigten in Zwickau aber schon von rund 11.000 zu Hochzeiten auf aktuell noch etwa 8.000. Mehr als 1.000 weitere Jobs werden in den nächsten Jahren planmäßig wegfallen, 2027 soll eine der beiden Fertigungslinien stillgelegt werden.
Vor Blumes Besuch in Zwickau demonstrierten dort am Werk sowohl VW-Mitarbeiter als auch Beschäftigte von Zulieferern für eine Zukunft des Standorts. «Mama- Hast du in 5 Jahren noch Arbeit?» hieß es auf einem der Plakate, «Vereint für unsere Zukunft kämpfen» auf einem anderen.
In der Belegschaft sei die Verunsicherung groß, sagte Betriebsratschef Mario Albert. «Wir waren das einzige deutsche Werk 2025, das die Fabrikkostenziele erreicht hat. Und das werden wir auch 2026.» Die Menschen vor Ort bräuchten eine Perspektive, mahnte er.
Mit dem Motorenwerk in Chemnitz und der Gläsernen Manufaktur in Dresden hat Volkswagen zwei weitere Standorte in Sachsen. Dort wird Blume an diesem Donnerstag erwartet. In Dresden werden bereits keine Fahrzeuge mehr produziert.
An der Autoproduktion hängen viele weitere Jobs bei Zulieferern. Das machte Marcel Kuczyk, Vize-Betriebsratsvorsitzender von Schnellecke Logistics in Glauchau, deutlich. Er war mit mehreren Kollegen ebenfalls ans Werkstor von VW gekommen, um sich für dessen Erhalt starkzumachen.
VW-Betriebsrat sieht Vertrauen erschüttert
Der mächtige Betriebsrat bei Volkswagen hatte sich von den aus seiner Sicht oberflächlichen Infos des Konzernchefs zu dessen Zukunftsplänen entrüstet gezeigt und außerordentliche Betriebsversammlungen an insgesamt neun Standorten einberufen. «Mit einem CEO, der seinen Leuten nicht sagt, was ist, lässt sich nicht arbeiten», schimpfte Betriebsratschefin Daniela Cavallo beim Auftakt in Wolfsburg. Das Vertrauen insbesondere in den Konzernchef sei beschädigt.
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VW-Chef Blume stellt sich einer verunsicherten Belegschaft
Gemeinsam mit Beschäftigten von Zulieferern haben Dutzende Mitarbeiter von Volkswagen in Zwickau für eine Zukunft des Standortes demonstriert. Anlass ist der Besuch von VW-Chef Oliver Blume.
«Mama- Hast du in 5 Jahren noch Arbeit?» hieß es auf einem der Plakate, «Vereint für unsere Zukunft kämpfen» auf einem anderen. In der Belegschaft sei die Verunsicherung groß, sagte Betriebsratschef Mario Albert. Bei der Betriebsversammlung wolle er Blume an die Einhaltung der geltenden Verträge erinnern.
Hintergrund ist, dass der Konzern seinen aktuellen Sparkurs verschärfen und über die geplanten 50.000 Stellen in Deutschland hinaus weitere Jobs streichen will. Dabei sind auch Werksschließungen in Emden, Zwickau und Hannover sowie bei der Tochter Audi in Neckarsulm im Gespräch. Für die vier Werke gebe es derzeit noch keine «wettbewerbsfähige Belegung» für die 2030er Jahre, hatte Blume erklärt. «Unser Ziel ist es, in den nächsten 6 bis 12 Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen.»
Betriebsratschef: Bisherige Sparziele am Standort erreicht
«Wir waren das einzige deutsche Werk 2025, das die Fabrikkostenziele erreicht hat», sagte Albert. «Und das werden wir auch 2026.» Die Menschen vor Ort bräuchten eine Perspektive, mahnte er.
Die Auto-Fabrik in Zwickau ist bei Volkswagen Pionier der Elektromobilität. Seit 2020 werden dort ausschließlich Elektro-Fahrzeuge gebaut. Doch nachdem auch andere Standorte in diesen Sektor eingestiegen sind, ist die Auslastung in Zwickau gesunken – verbunden mit einem Abbau an Personal. So wird nur noch in zwei statt drei Schichten produziert. Nächstes Jahr soll eine der beiden Fertigungslinien komplett stillgelegt werden. Arbeiteten in dem Fahrzeugwerk zu Hochzeiten rund 11.000 Beschäftigte, sind es aktuell noch etwa 8.000.
Mit dem Motorenwerk in Chemnitz und der Gläsernen Manufaktur in Dresden hat Volkswagen zwei weitere Standorte in Sachsen. In Dresden werden bereits keine Fahrzeuge mehr produziert.
An der Autoproduktion hängen viele weitere Jobs bei Zulieferern. Das machte Marcel Kuczyk, Vize-Betriebsratsvorsitzender von Schnellecke Logistics in Glauchau, deutlich. Er war mit mehreren Kollegen ebenfalls ans Werkstor von VW gekommen, um sich für dessen Erhalt starkzumachen.
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Deutscher Staat im ersten Halbjahr im Minus
Der deutsche Staat hat im ersten Halbjahr 71,3 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung bei 3,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand erster Daten errechnet hat.
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Deutsche Wirtschaft im Frühjahr kräftiger gewachsen
Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal etwas stärker gewachsen als zunächst angenommen. Statt 0,2 Prozent Wachstum errechnete das Statistische Bundesamt beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) nun 0,3 Prozent Plus zum Vorquartal.
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FC Bayern gewinnt den Supercup gegen Borussia Dortmund
Der FC Bayern München hat wie im Vorjahr den Franz-Beckenbauer-Supercup gewonnen. Der deutsche Fußball-Meister und DFB-Pokalsieger gewann eine Woche vor dem Bundesligastart das erste Pflichtspiel der Saison auswärts gegen Vizemeister Borussia Dortmund mit 2:1 (2:0).
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Illegal nach Russland exportiert – Brüder verurteilt
Wegen Verstößen gegen die Sanktionen der Europäischen Union hat das Landgericht Münster zwei Männer aus Oelde zu Haftstrafen verurteilt. Die Brüder hatten Waren nach Russland ausgeführt und müssen deshalb jetzt in 37 Fällen voraussichtlich in Haft. Den jüngeren der beiden (34) verurteilte das Gericht zu einer Haftstrafe von vier Jahren und einem Monat, der Ältere (39) soll für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Das Urteil fiel bereits am 24. August und ist Teil einer Verständigung. Es ist noch nicht rechtskräftig. Verteidigung und Staatsanwaltschaft können Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegen. Die Männer hatten umfassend und sogar über die Anklage hinaus Geständnisse abgelegt, was das Gericht bei den Urteilen zugunsten der Männer auslegte und im vereinbarten unteren Strafrahmen blieb. Das Verfahren konnte so erheblich verkürzt werden.
Angeklagt waren bandenmäßige Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Die Männer haben nach Überzeugung des Landgerichts als Geschäftsführer einer Firma nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine Sanktionen der EU umgangen. Dabei ging es um den Export von Maschinenbauteilen über Briefkastenfirmen in der Türkei und Kirgistan in den Jahren 2023 und 2024. Die Ermittler waren auf 65 Ausfuhren im Wert von knapp 833.000 Euro gestoßen.
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Saar-Regierung sieht Zukunft für umweltfreundlichen Stahl
Umweltfreundlich produzierter «grüner» Stahl hat nach Überzeugung von Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) eine wirtschaftliche Zukunft. «Deutsche Stahlunternehmen können durchaus mit umweltfreundlichem Stahl im internationalen Wettbewerb bestehen», sagte Barke in einer Fragestunde. Entscheidend dafür sei, dass «die industriepolitischen Rahmenbedingungen für die Transformation» stimmten.
Die Unternehmensberatung PwC hatte in einer Studie die Umstellung auf die europäische Produktion von teurem Stahl ohne CO2-Ausstoß mit Wasserstoff infrage gestellt. Die Entscheidung, in die Transformation hin zu «grünem» Stahl zu investieren, sei «goldrichtig», sagte Barke dazu. «Europäische Stahlproduktion im klimaschonenden Verfahren kann funktionieren. Sie wird funktionieren, wenn sie als politisch-ökonomisches Gesamtprojekt verstanden wird.»
Die staatliche Unterstützung für den Umbau der Stahlerzeugung sei «kein Subventionsgeschenk, sondern eine notwendige Versicherungspolice für das gesamte Projekt», sagte der Minister. «Für das Saarland ist Stahl keine Industrie wie jede andere. Stahl ist das Herzstück unseres Landes.» Der Wegfall der Stahlproduktion bei Saarstahl und Dillinger würde in einer Kettenreaktion auch Automobilbau und Maschinenbau mitreißen und Tausende Arbeitsplätze vernichten.
Die Fähigkeit zur Stahlproduktion sei von strategischer Bedeutung. «Wir brauchen die Stahlindustrie für Sicherheit und Verteidigungsindustrie Europas.» Europa und Deutschland hätten «ein enormes Interesse daran, die Resilienz Europas zu erhalten». Es gehe nicht nur um betriebswirtschaftliche Überlegungen, sondern auch um Handelspolitik und «internationale Herausforderungen». Die Grundstoffindustrie müsse «für alle eventuellen Fälle» erhalten werden. «Das hat einen politischen Preis, das will ich nicht verkennen. Aber ich sehe überwiegend die Bereitschaft, diesen politischen Preis zu zahlen.»
Die Fragestunde war von dem AfD-Abgeordneten Christoph Schaufert beantragt worden. In der Stahlindustrie des Saarlandes sind rund 12.000 Menschen direkt beschäftigt, weitere 20.000 hängen indirekt von der Stahlbranche ab. Die saarländischen Stahlproduzenten Saarstahl und Dillinger Hütte investieren eigenen Angaben zufolge mit staatlicher Förderung 4,6 Milliarden Euro in einen klimagerechten Umbau der Stahlproduktion.