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  • Konjunkturflaute belastet Maschinenbauer Festo weiter

    Die maue Wirtschaftslage belastet das Geschäft des Automatisierungsspezialisten Festo weiter. Der Umsatz sank 2025 um 3,7 Prozent auf rund 3,33 Milliarden Euro, wie das Unternehmen aus Esslingen auf der Hannover Messe mitteilte. Es handelt sich um den dritten Rückgang in Folge. 2022 hatte Festo noch einen Erlös von 3,81 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zum Gewinn äußert sich der Mittelständler traditionell nicht.

    Kunden treten auf die Bremse

    Der Maschinen- und Anlagenbau hat den Angaben nach mit herausfordernden Marktbedingungen zu kämpfen. Das werde durch Handelsbarrieren wie die unberechenbare US-Zollpolitik und geopolitische Konflikte erschwert. «Viele Kunden zögern weiter mit Investitionen, vor allem der Bereich Automotive und Zulieferer spüren die Krise», hieß es weiter. 

    Festo-Chef Thomas Böck teilte mit: «Wir haben in einem herausfordernden Umfeld 2025 ein solides Geschäftsergebnis erzielt.» Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen rund 20.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – genau so viele wie ein Jahr zuvor. Ungefähr 8.200 von ihnen arbeiteten in Deutschland. 

    Um die Marktposition von Festo auszubauen, müsse man sich aber dauerhaft der neuen Realität auf den Weltmärkten stellen, wird Böck zitiert. «Daher entwickeln wir das Unternehmen 2026 strukturell weiter». Festo richte sich auf die nahtlose Integration von elektrischer Automatisierung, Pneumatik, digitalen Funktionen und Künstlicher Intelligenz (KI) aus. Eine konkrete Prognose für das laufende Jahr gab der Manager nicht ab. 

    Festo-Technik in vielen Branchen im Einsatz

    Festo ist spezialisiert auf Steuerungs- und Automatisierungstechnik in der Industrie. Zu den Produkten des Unternehmens gehören Geräte, die mit Druckluft arbeiten, sowie Software- und KI-Lösungen. Zum Einsatz kommen sie zum Beispiel in der Nahrungsmittel-, Auto- und Medizintechnikbranche. Festo ist außerdem in der technischen Bildung aktiv und arbeitet zunehmend an Bioreaktoren, um nachhaltige Lösungen für die Industrie zu entwickeln.

  • Konjunkturflaute belastet Maschinenbauer Festo weiter

    Die maue Wirtschaftslage belastet das Geschäft des Automatisierungsspezialisten Festo weiter. Der Umsatz sank 2025 um 3,7 Prozent auf rund 3,33 Milliarden Euro, wie das Unternehmen aus Esslingen auf der Hannover Messe mitteilte. Es handelt sich um den dritten Rückgang in Folge. 2022 hatte Festo noch einen Erlös von 3,81 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zum Gewinn äußert sich der Mittelständler traditionell nicht.

    Kunden treten auf die Bremse

    Der Maschinen- und Anlagenbau hat den Angaben nach mit herausfordernden Marktbedingungen zu kämpfen. Das werde durch Handelsbarrieren wie die unberechenbare US-Zollpolitik und geopolitische Konflikte erschwert. «Viele Kunden zögern weiter mit Investitionen, vor allem der Bereich Automotive und Zulieferer spüren die Krise», hieß es weiter. 

    Festo-Chef Thomas Böck teilte mit: «Wir haben in einem herausfordernden Umfeld 2025 ein solides Geschäftsergebnis erzielt.» Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen rund 20.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – genau so viele wie ein Jahr zuvor. Ungefähr 8.200 von ihnen arbeiteten in Deutschland. 

    Um die Marktposition von Festo auszubauen, müsse man sich aber dauerhaft der neuen Realität auf den Weltmärkten stellen, wird Böck zitiert. «Daher entwickeln wir das Unternehmen 2026 strukturell weiter». Festo richte sich auf die nahtlose Integration von elektrischer Automatisierung, Pneumatik, digitalen Funktionen und Künstlicher Intelligenz (KI) aus. Eine konkrete Prognose für das laufende Jahr gab der Manager nicht ab. 

    Festo-Technik in vielen Branchen im Einsatz

    Festo ist spezialisiert auf Steuerungs- und Automatisierungstechnik in der Industrie. Zu den Produkten des Unternehmens gehören Geräte, die mit Druckluft arbeiten, sowie Software- und KI-Lösungen. Zum Einsatz kommen sie zum Beispiel in der Nahrungsmittel-, Auto- und Medizintechnikbranche. Festo ist außerdem in der technischen Bildung aktiv und arbeitet zunehmend an Bioreaktoren, um nachhaltige Lösungen für die Industrie zu entwickeln.

  • Lula: Brasilien an vier weiteren Fregatten interessiert

    Brasilien ist an vier weiteren Fregatten des Typs Tamandaré auf Basis deutscher Technologie aus der Meko-Plattform von ThyssenKrupp Marine Systems interessiert. Derzeit sind vier solcher Fregatten in Brasilien im Bau. «Heute machen wir Fortschritte bei den Bemühungen um den Erwerb vier weiterer Einheiten», sagte Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bei einer Rede vor Unternehmern auf der Hannover Messe. 

    Dies eröffne die Möglichkeit, die Präsenz Deutschlands in strategischen Sektoren der brasilianischen Neoindustrialisierung zu vertiefen, sagte der Staatschef. Zudem gebe es Gespräche über strategische Bereiche wie gepanzerte Fahrzeuge, Luftabwehr und Drohnen, fügte der linke Präsident hinzu.

    Lula da Silva erwähnte auch einen in Hannover unterzeichneten Pakt zur künstlichen Intelligenz. Dies sei ein wichtiger Meilenstein für die gemeinsame Entwicklung von Technologien und neuen Partnerschaften. 

    Die Meko-Plattform ist ein modulares Kriegsschiffs-Konzept, das ursprünglich in Deutschland entwickelt wurde und sich flexibel mit unterschiedlichen Waffen-, Sensor- und Missionssystemen ausrüsten lässt. Das Programm ist ausdrücklich als Projekt für Technologietransfer und industrielle Stärkung in Brasilien angelegt. Die Vereinbarung über den Bau der ersten vier Fregatten in Brasilien hatte einen Umfang von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro.

  • Merz als «Herr Merkel» und ein ungewöhnlicher Messe-Rundgang

    Es dauert nur wenige Minuten, dann gehen sie getrennte Wege: Bundeskanzler Friedrich Merz und Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva teilen ihren Rundgang über die Hannover Messe auf – ausgerechnet bei einem Termin, der traditionell ein Bild enger Partnerschaft liefern soll.

    Während Lula bei brasilianischen Ausstellern bleibt, zieht Merz weiter über das Gelände und schaut sich unter anderem Roboter und neue Technologien an. Der gemeinsame Rundgang ist damit praktisch beendet, bevor er richtig begonnen hat. Bei Polizei und Messe sorgt der ungewöhnliche Ablauf für Verwunderung. «Das haben wir noch nie erlebt», heißt es.

    Kurz darauf folgt die nächste Irritation: Am Stand von Phoenix Contact, einem Unternehmen, das Elektronik und Elektromechanik herstellt, wird Merz mit seiner Vorgängerin verwechselt. «Recht herzlich willkommen, Herr Merkel, äh Herr Bundeskanzler Merz», sagt Geschäftsführer Dirk Görlitzer.

    «Welt kann nicht mit Lügen regiert werden»

    Noch kurz zuvor ist das Bild ein anderes: Merz und Lula demonstrieren Einigkeit. Am Stand des Partnerlandes Brasilien betont der Kanzler die Bedeutung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und den südamerikanischen Mercosur-Staaten. «Das ist unsere Antwort auf die großen Verwerfungen, die wir gegenwärtig erleben», sagt er. Das Abkommen, mit dem eine Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Menschen entstehen soll, tritt am 1. Mai vorläufig in Kraft.

    Auch Lula wirbt dafür, die Zusammenarbeit Europas und Lateinamerikas «immer produktiver, immer effektiver und immer besser» zu machen. Wie Merz verteidigt er die auf Regeln und internationalen Institutionen basierende Weltordnung. «Die Welt kann nicht mit Lügen regiert werden», sagt er. 

    Handel und Rohstoffe im Fokus

    Später rückt die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Bei den deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen wirbt Merz für einen deutlichen Ausbau der Handelsbeziehungen. Der bilaterale Handel solle «in den nächsten Jahren» verdoppelt werden, sagt der Kanzler.

    Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern lag nach Angaben von Merz im Jahr 2024 bei mehr als 20 Milliarden Euro. Für Volkswirtschaften dieser Größe sei das «entschieden zu wenig». Das Mercosur-Abkommen soll das ändern.

    Brasilien bezeichnet Merz in einer «schwieriger werdenden Welt» als «Schlüsselpartner». Beide Länder hätten ein gemeinsames Interesse an verlässlichen, regelbasierten Beziehungen.

    Zugleich rückt die Frage nach Rohstoffen stärker in den Fokus. Brasilien verfüge über ein «enormes Potenzial» bei seltenen Erden, sagt Merz. Große Chancen sieht er im Abbau von Metallen, die für Elektromobilität und Windkraft benötigt werden. Deutschland sei bereit, Brasilien «mit technologischem Know-how und Expertise zu unterstützen», um diese Beziehungen weiter auszubauen.

    Deutschland als «die Lokomotive» Europas

    Bei einem weiteren Auftritt betont Merz das wirtschaftliche Gewicht Europas. Die EU habe 450 Millionen Konsumenten – 100 Millionen mehr als die Vereinigten Staaten, sagt er. «Verdammt noch mal: Was hindert uns denn daran, dieses Selbstbewusstsein jetzt auch zu zeigen?» Denn: «Wir brauchen uns nicht zu verstecken.»

    Deutschland müsse dabei «das Zugpferd», «die Lokomotive» in der EU sein. Zugleich kündigt der Kanzler an, sich in Brüssel für bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen einzusetzen. «Ich gehe für uns auch in den europäischen Clinch», sagt er. «Notfalls müssen wir dann auch mal öffentlich miteinander streiten, wo wir eigentlich hinwollen in dieser Europäischen Union.»

    Industrie warnt vor Dauerkrise

    Deutliche Kritik muss Merz von den Vertretern der Industrie einstecken. «Der Reformstau muss endlich aufgelöst werden», fordert der Präsident des Elektro- und Digitalindustrieverbandes ZVEI, Gunther Kegel. «Die Grenzen der Leidensfähigkeit sind erreicht», sagt Bertram Kawlath vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). 

    Der Industrieverband BDI kippt angesichts des Iran-Kriegs seine Prognose für 2026 und rechnet bestenfalls noch mit einem Nullwachstum bei der Industrieproduktion. «Der Iran-Krieg sorgt dafür, dass der Aufschwung weit ins zweite Halbjahr verschoben wird, vermutlich eher nach 2027», sagt BDI-Präsident Peter Leibinger. Die Krise in Nahost sei dabei aber nicht die Ursache, sie verschärfen die Lage nur. «Die Ursache liegt bei uns.»

    Zwar würden die hohen staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung die Nachfrage stützen. «Sie reichen aber alleine nicht aus für einen spürbaren Aufschwung», so Leibinger. «Der Druck auf die Industrie besteht weiter – und wächst.»

    Weltgrößte Industrieschau

    Mehr als 3.000 Aussteller aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft zeigen noch bis Freitag auf dem Messegelände ihre Neuheiten. Hauptthemen der Messe sind der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Produktion, Automatisierung und Robotik. Erstmals mit einem eigenen Themenschwerpunkt vertreten ist der Bereich Rüstung. Im vergangenen Jahr kamen 127.000 Besucher zu der weltweit wichtigsten Industrieschau.

  • Merz will Handelsvolumen mit Brasilien verdoppeln

    Bundeskanzler Friedrich Merz will die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Brasilien deutlich ausbauen. Das bilaterale Handelsvolumen solle «in den nächsten Jahren» verdoppelt werden, sagte der CDU-Politiker bei den deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen auf der Hannover Messe. Brasilien ist das diesjährige Partnerland der Industrieschau.

    Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern lag nach Angaben von Merz im Jahr 2024 bei mehr als 20 Milliarden Euro. Für Volkswirtschaften dieser Größe sei das «entschieden zu wenig». Mit dem Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten wolle man dieses Volumen steigern. «Beide Seiten des Atlantiks werden von wegfallenden Zöllen und dem Abbau weiterer Handelshemmnisse profitieren.»

    Brasilien bezeichnete Merz in einer «schwieriger werdenden Welt» als «Schlüsselpartner». Beide Länder teilten das Interesse an einer politischen Ordnung, in der man sich auf Verträge und Verabredungen verlassen könne. Offener, fairer und freier Handel sei nur auf dieser Grundlage möglich.

    Rohstoffe rücken ins Zentrum

    Ein zentrales Thema ist aus Sicht von Merz auch die Rohstoffversorgung. Brasilien verfüge über ein «enormes Potenzial» bei seltenen Erden, sagte er. «Große Chancen liegen im kostengünstigen Abbau bestimmter Metalle, die für die E-Mobilität und für Windkraftanlagen gebraucht werden.»

    Der Import von Rohstoffen aus Brasilien habe 2024 bereits ein Volumen von rund drei Milliarden Euro erreicht. Deutschland sei bereit, Brasilien «mit technologischem Know-how und Expertise zu unterstützen», um diese Beziehungen weiter auszubauen.

  • Merz und Lula gehen bei Messerundgang getrennte Wege

    Der traditionelle Kanzler-Rundgang zum Auftakt der Hannover Messe ist anders als geplant verlaufen: Bundeskanzler Friedrich Merz und Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva haben sich die größte Industriemesse der Welt zum größten Teil getrennt angeschaut. Bereits kurz nach dem Eröffnungsstatement am Stand des Partnerlandes Brasilien gingen beide ihre eigenen Wege. Während sich Lula weitere Stände brasilianischer Aussteller anschaute, zog der CDU-Chef ohne seinen Gast weiter und sah sich unter anderem humanoide Roboter an.

    Regierungskreise: einvernehmliche Entscheidung 

    Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, beide Seiten hätten sich einvernehmlich für weitgehend getrennte Besuche an unterschiedlichen Messeständen entschieden. Der Grund dafür sei, dass sich der Beginn des Programms «wegen einer Verzögerung der brasilianischen Delegation» verschoben habe. Um möglichst viele Firmen abdecken zu können, hätten sich die beiden aufgeteilt. «So konnte das Programm bestmöglich absolviert werden.»

    Polizei und Messe: «Das haben wir noch nie erlebt»

    Polizei und Verantwortliche der Messe zeigten sich dagegen überrascht: «Das haben wir noch nie erlebt», hieß es. Auch das gemeinsame Abschlussstatement fiel aus. Merz äußerte sich alleine.

  • Drei Tote durch mutmaßlichen Unfall in Lederfabrik

    Bei einem mutmaßlichen Unglück in einer Lederfabrik im hessischen Runkel sind drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen seien schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, teilte das Landesinnenministerium mit. Als mögliche Ursache werde unter anderem Kohlenstoffdioxid in Betracht gezogen.

  • Merz sieht Mercosur-Abkommen als Zeichen gegen Machtpolitik

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht in dem Freihandelsabkommen der EU mit den lateinamerikanischen Mercosur-Staaten einen Gegenentwurf zu einer neuen Großmachtpolitik. «Das ist unsere Antwort auf die großen Verwerfungen, die wir gegenwärtig erleben», sagte er bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva auf der Hannover Messe. 

    «Es ist eine Antwort an all diejenigen, die heute Machtpolitik auf der Welt mit militärischen Mitteln an die Stelle von regelbasierter Ordnung, Verträgen und Verlässlichkeit setzen wollen», sagte Merz. Das Abkommen, mit dem eine Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Menschen entstehen soll, tritt am 1. Mai vorläufig in Kraft.

    «Welt kann nicht mit Lügen regiert werden»

    Auch Lula warb dafür, die Zusammenarbeit Europas und Lateinamerikas «immer produktiver, immer effektiver und immer besser» zu machen. Wie Merz verteidigte er die auf Regeln und internationalen Institutionen basierende Weltordnung. «Die Welt kann nicht mit Lügen regiert werden», sagte er. «Die Welt kann nicht so regiert werden, dass jemand glaubt, er sei wichtiger als andere, und Entscheidungen trifft, die er der Welt aufzwingt, als gäbe es keine Demokratie.»

    Lula hatte bereits am Sonntagabend bei der Eröffnung der Hannove Messe den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als «Wahnsinn» bezeichnet. «Wir erleben einen kritischen Moment in der globalen Geopolitik, geprägt von großen Paradoxa: Während Astronauten zum Mond fliegen, werden bei den Bombardements im Nahen Osten wahllos Frauen und Kinder getötet», klagte der linksgerichtete Staatschef aus Südamerika.

    Regierungskonsultationen am Nachmittag

    Nach ihrem Messebesuch kommen Merz und Lula am Nachmittag mit insgesamt 15 Ministern beider Seiten zu Regierungskonsultationen im Schloss Herrenhausen zusammen. Dabei wird es um die ganze Bandbreite der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern gehen. Deutschland führt Regierungskonsultationen mit besonders engen Partnern wie Frankreich, Polen und Italien oder besonders wichtigen Ländern wie Brasilien oder Indien durch.

  • BDI streicht Wachstumsprognose wegen Iran-Krieg

    Wegen des Iran-Kriegs rechnet der Industrieverband BDI in diesem Jahr nicht mehr mit Wachstum bei der Industrieproduktion. Statt der bisher angepeilten leichten Verbesserung sei bestenfalls noch mit einem stagnierenden Ergebnis zu rechnen, sagte BDI-Präsident Peter Leibinger zum Auftakt der Hannover Messe. Damit kassierte der Verband die eigene Prognose von Januar, die noch einen Zuwachs von einem Prozent in Aussicht gestellt hatte.

    Zur Begründung verwies der Verband auf einen schwachen Jahresstart. Angesichts des Iran-Kriegs sehe er sogar Risiken für einen erneuten Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe. «Seit 2022 ist die Industrieproduktion in Deutschland jedes Jahr gesunken», sagte Leibinger. «Für 2026 rechnen wir nicht mehr mit einer Erholung, sondern mit Stagnation.»

    Kapazitäten nur zu 78 Prozent ausgelastet

    Die Krise im Iran schaffe zusätzliche Unsicherheit und belaste Unternehmen. Sollten die Störungen im Schiffsverkehr länger anhalten, droht nach Einschätzung des Verbands das fünfte Jahr in Folge ein Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe. Die Produktion liege weiter deutlich unter früheren Niveaus, die Kapazitäten seien nur zu gut 78 Prozent ausgelastet.

    «Der Krieg im Nahen Osten hat die Weltwirtschaft und damit uns in der Industrie an einem besonders empfindlichen Punkt getroffen», sagte Leibinger. «Die Auswirkungen sind spürbar und bleiben spürbar.» Vor allem bei den Energiepreisen. Und: «Selbst bei einem sofortigen Ende des Konfliktes würde eine spürbare Belastung der Weltwirtschaft bleiben», so der BDI-Chef. 

    Eurozone droht Stagnation

    Dauere der Konflikt noch Monate an, würden die Auswirkungen zunehmend unkalkulierbar, warnte Leibinger. «Die Energiepreise werden sicher weiter anziehen und das könnte natürlich das weltweite Wachstum ganz erheblich treffen und uns im Euroraum in eine Stagnation zurückführen.» Sollte der Konflikt bis Jahresende andauern, sei das eine ernste Gefahr.

    Das gelte auch für Deutschland. «Der Iran-Krieg sorgt dafür, dass der Aufschwung weit ins zweite Halbjahr verschoben wird, vermutlich eher nach 2027», warnte Leibinger. Zwar würden die hohen staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung die Nachfrage stützen. «Sie reichen aber alleine nicht aus für einen spürbaren Aufschwung», so der BDI-Chef.

    Reformdruck steigt

    «Der Druck auf die Industrie besteht weiter – und wächst», sagte Leibinger. Und forderte: «Deutschland muss jetzt handeln.» Geopolitische Entwicklungen seien nicht die Ursache, sie verschärfen die Lage nur, so der BDI-Chef. «Die Ursache liegt bei uns.» Es gebe gravierende strukturelle Probleme, alle voran die hohen Kosten am Standort, Steuern und Bürokratie. «Wir sind als Standort nicht mehr wettbewerbsfähig.»

    BDI fordert Reformpaket bis Sommer

    Die Bundesregierung forderte Leibinger auf, sich bis Sommer auf ein echtes Reformpaket zu einigen, das als Gesamtkonzept wirken könne und dann Wachstumskräfte freisetze. «Was bisher verkündet wurde, ist enttäuschend, mutlos und geht am Thema vorbei», kritisierte er die bisherigen Maßnahmen. «Es ist im Wesentlichen eine Reaktion auf den Iran-Krieg, nicht ein Reformkonzept für mehr Wettbewerbsfähigkeit.»

  • BDI streicht Wachstumsprognose wegen Iran-Krieg

    Wegen des Iran-Kriegs rechnet der Industrieverband BDI in diesem Jahr nicht mehr mit Wachstum bei der Industrieproduktion. Statt der bisher angepeilten leichten Verbesserung sei bestenfalls noch mit einem stagnierenden Ergebnis zu rechnen, sagte BDI-Präsident Peter Leibinger zum Auftakt der Hannover Messe. Damit kassierte der Verband die eigene Prognose von Januar, die noch einen Zuwachs von einem Prozent in Aussicht gestellt hatte.

    Zur Begründung verwies der Verband auf einen schwachen Jahresstart. Angesichts des Iran-Kriegs sehe er sogar Risiken für einen erneuten Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe. «Seit 2022 ist die Industrieproduktion in Deutschland jedes Jahr gesunken», sagte Leibinger. «Für 2026 rechnen wir nicht mehr mit einer Erholung, sondern mit Stagnation.»

    Kapazitäten nur zu 78 Prozent ausgelastet

    Die Krise im Iran schaffe zusätzliche Unsicherheit und belaste Unternehmen. Sollten die Störungen im Schiffsverkehr länger anhalten, droht nach Einschätzung des Verbands das fünfte Jahr in Folge ein Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe. Die Produktion liege weiter deutlich unter früheren Niveaus, die Kapazitäten seien nur zu gut 78 Prozent ausgelastet.

    «Der Druck auf die Industrie besteht weiter – und wächst», sagte Leibinger. Und forderte: «Deutschland muss jetzt handeln.» Geopolitische Entwicklungen seien nicht die Ursache, sie verschärfen die Lage nur, so der BDI-Chef. «Die Ursache liegt bei uns.» Es gebe gravierende strukturelle Probleme, alle voran die hohen Kosten am Standort, Steuern und Bürokratie. «Wir sind als Standort nicht mehr wettbewerbsfähig.»

    BDI fordert Reformpaket bis Sommer

    Die Bundesregierung forderte Leibinger auf, sich bis Sommer auf ein echtes Reformpaket zu einigen, das als Gesamtkonzept wirken könne und dann Wachstumskräfte freisetze. «Was bisher verkündet wurde, ist enttäuschend, mutlos und geht am Thema vorbei», kritisierte er die bisherigen Maßnahmen. «Es ist im Wesentlichen eine Reaktion auf den Iran-Krieg, nicht ein Reformkonzept für mehr Wettbewerbsfähigkeit.»