Autor: Stojancho Gjorgjiev

  • Produktion im August 2026: +2,0 % zum Vormonat / Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 0,5 % gesunken

    Produktion im Produzierenden Gewerbe

    August 2026 (real, vorläufig):

    +2,0 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    +2,3 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Juli 2026 (real, revidiert):

    -1,2 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    -1,8 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2026 gegenüber Juli 2026 saison- und kalenderbereinigt um 2,0 % gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Juni bis August 2026 um 0,4 % höher als in den drei Monaten zuvor. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2025 war die Produktion im August 2026 kalenderbereinigt 2,3 % höher. Im Juli 2026 sank die Produktion gegenüber Juni 2026 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse saison- und kalenderbereinigt um 1,2 % (vorläufiger Wert: -1,1 %).

    Deutlicher Anstieg im Baugewerbe, Rückgang in der Automobilindustrie

    Der Anstieg im August 2026 ist vor allem auf die höhere Produktion im Baugewerbe zurückzuführen (saison- und kalenderbereinigt +9,3 % zum Vormonat). Innerhalb des Baugewerbes ist insbesondere der Bereich spezialisierte Bautätigkeiten und Ausbaugewerbe mit einem Plus von 13,1 % gegenüber dem Vormonat hervorzuheben. Auch der Anstieg im Maschinenbau (+5,3 %) beeinflusste das Gesamtergebnis positiv. Negativ auf die gesamte Produktion wirkte sich hingegen der erneute Rückgang in der Automobilindustrie (-5,4 %) aus. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) ist dieser Rückgang teilweise auf die branchenüblichen Werksferien zurückzuführen, die 2026 stärker als im Vorjahr in den August fielen.

    Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) stieg im August 2026 gegenüber Juli 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,6 %. Dabei stieg die Produktion von Investitionsgütern um 1,2 % und die Produktion von Konsumgütern um 0,6 %. Die Produktion von Vorleistungsgütern sank dagegen um 0,2 %. Außerhalb der Industrie sank die Energieerzeugung um 0,4 %.

    Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2025 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 0,4 %.

    Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken

    In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im August 2026 gegenüber Juli 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,5 % gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von Juni bis August 2026 um 2,9 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat August 2025 war die energieintensive Produktion im August 2026 kalenderbereinigt um 2,1 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

    Methodische Hinweise:

    In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.

    Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.

    Die dem Produktionsindex zugrundeliegende Datenerhebung erfolgt fachlich gegliedert nach dem Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP). Im Berichtsmonat Januar 2026 hat die neue Fassung des Güterverzeichnisses, Ausgabe 2026 (GP 2026) die bisher gültige Ausgabe 2019 (GP 2019) abgelöst. Die bei der Ergebnisdarstellung genutzte Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), änderte sich durch die GP-Umstellung nicht, die Abgrenzung der Wirtschaftszweige bleibt somit bestehen. Auch die in der Pressemitteilung betrachteten Ergebnisse auf höher aggregierter Ebene (WZ-2-Steller und Aggregate) bleiben unverändert. Die GP-Umstellung betrifft lediglich die interne Zuordnung der produzierten Güter auf die 4-Steller der Klassifikation der Wirtschaftszweige.

    Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17 %. In diesen Branchen waren 2021 rund 930 000 Beschäftige in rund 7 000 Industriebetrieben in Deutschland tätig.

    In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

    Weitere Informationen:

    Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.

    Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie und ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ verfügbar.

    Der Produktionsindex ist auch im „Dashboard Konjunktur“ (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.

    Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

    Weitere Auskünfte:
    Konjunkturindizes, Saisonbereinigung
    Telefon: +49 611 75 3006
    www.destatis.de/kontakt
    Pressekontakt:
    Statistisches Bundesamt
    Pressestelle
    www.destatis.de/kontakt
    Telefon: +49 611-75 34 44
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Statistisches Bundesamt
  • Produktion im August 2026: +2,0 % zum Vormonat / Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 0,5 % gesunken

    Produktion im Produzierenden Gewerbe

    August 2026 (real, vorläufig):

    +2,0 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    +2,3 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Juli 2026 (real, revidiert):

    -1,2 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    -1,8 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2026 gegenüber Juli 2026 saison- und kalenderbereinigt um 2,0 % gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Juni bis August 2026 um 0,4 % höher als in den drei Monaten zuvor. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2025 war die Produktion im August 2026 kalenderbereinigt 2,3 % höher. Im Juli 2026 sank die Produktion gegenüber Juni 2026 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse saison- und kalenderbereinigt um 1,2 % (vorläufiger Wert: -1,1 %).

    Deutlicher Anstieg im Baugewerbe, Rückgang in der Automobilindustrie

    Der Anstieg im August 2026 ist vor allem auf die höhere Produktion im Baugewerbe zurückzuführen (saison- und kalenderbereinigt +9,3 % zum Vormonat). Innerhalb des Baugewerbes ist insbesondere der Bereich spezialisierte Bautätigkeiten und Ausbaugewerbe mit einem Plus von 13,1 % gegenüber dem Vormonat hervorzuheben. Auch der Anstieg im Maschinenbau (+5,3 %) beeinflusste das Gesamtergebnis positiv. Negativ auf die gesamte Produktion wirkte sich hingegen der erneute Rückgang in der Automobilindustrie (-5,4 %) aus. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) ist dieser Rückgang teilweise auf die branchenüblichen Werksferien zurückzuführen, die 2026 stärker als im Vorjahr in den August fielen.

    Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) stieg im August 2026 gegenüber Juli 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,6 %. Dabei stieg die Produktion von Investitionsgütern um 1,2 % und die Produktion von Konsumgütern um 0,6 %. Die Produktion von Vorleistungsgütern sank dagegen um 0,2 %. Außerhalb der Industrie sank die Energieerzeugung um 0,4 %.

    Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2025 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 0,4 %.

    Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken

    In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im August 2026 gegenüber Juli 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,5 % gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von Juni bis August 2026 um 2,9 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat August 2025 war die energieintensive Produktion im August 2026 kalenderbereinigt um 2,1 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

    Methodische Hinweise:

    In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.

    Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.

    Die dem Produktionsindex zugrundeliegende Datenerhebung erfolgt fachlich gegliedert nach dem Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP). Im Berichtsmonat Januar 2026 hat die neue Fassung des Güterverzeichnisses, Ausgabe 2026 (GP 2026) die bisher gültige Ausgabe 2019 (GP 2019) abgelöst. Die bei der Ergebnisdarstellung genutzte Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), änderte sich durch die GP-Umstellung nicht, die Abgrenzung der Wirtschaftszweige bleibt somit bestehen. Auch die in der Pressemitteilung betrachteten Ergebnisse auf höher aggregierter Ebene (WZ-2-Steller und Aggregate) bleiben unverändert. Die GP-Umstellung betrifft lediglich die interne Zuordnung der produzierten Güter auf die 4-Steller der Klassifikation der Wirtschaftszweige.

    Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17 %. In diesen Branchen waren 2021 rund 930 000 Beschäftige in rund 7 000 Industriebetrieben in Deutschland tätig.

    In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

    Weitere Informationen:

    Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.

    Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie und ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ verfügbar.

    Der Produktionsindex ist auch im „Dashboard Konjunktur“ (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.

    Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

    Weitere Auskünfte:
    Konjunkturindizes, Saisonbereinigung
    Telefon: +49 611 75 3006
    www.destatis.de/kontakt
    Pressekontakt:
    Statistisches Bundesamt
    Pressestelle
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  • Produktion im August 2026: +2,0 % zum Vormonat / Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 0,5 % gesunken

    Produktion im Produzierenden Gewerbe

    August 2026 (real, vorläufig):

    +2,0 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    +2,3 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Juli 2026 (real, revidiert):

    -1,2 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    -1,8 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2026 gegenüber Juli 2026 saison- und kalenderbereinigt um 2,0 % gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Juni bis August 2026 um 0,4 % höher als in den drei Monaten zuvor. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2025 war die Produktion im August 2026 kalenderbereinigt 2,3 % höher. Im Juli 2026 sank die Produktion gegenüber Juni 2026 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse saison- und kalenderbereinigt um 1,2 % (vorläufiger Wert: -1,1 %).

    Deutlicher Anstieg im Baugewerbe, Rückgang in der Automobilindustrie

    Der Anstieg im August 2026 ist vor allem auf die höhere Produktion im Baugewerbe zurückzuführen (saison- und kalenderbereinigt +9,3 % zum Vormonat). Innerhalb des Baugewerbes ist insbesondere der Bereich spezialisierte Bautätigkeiten und Ausbaugewerbe mit einem Plus von 13,1 % gegenüber dem Vormonat hervorzuheben. Auch der Anstieg im Maschinenbau (+5,3 %) beeinflusste das Gesamtergebnis positiv. Negativ auf die gesamte Produktion wirkte sich hingegen der erneute Rückgang in der Automobilindustrie (-5,4 %) aus. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) ist dieser Rückgang teilweise auf die branchenüblichen Werksferien zurückzuführen, die 2026 stärker als im Vorjahr in den August fielen.

    Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) stieg im August 2026 gegenüber Juli 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,6 %. Dabei stieg die Produktion von Investitionsgütern um 1,2 % und die Produktion von Konsumgütern um 0,6 %. Die Produktion von Vorleistungsgütern sank dagegen um 0,2 %. Außerhalb der Industrie sank die Energieerzeugung um 0,4 %.

    Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2025 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 0,4 %.

    Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken

    In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im August 2026 gegenüber Juli 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,5 % gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von Juni bis August 2026 um 2,9 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat August 2025 war die energieintensive Produktion im August 2026 kalenderbereinigt um 2,1 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

    Methodische Hinweise:

    In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.

    Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.

    Die dem Produktionsindex zugrundeliegende Datenerhebung erfolgt fachlich gegliedert nach dem Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP). Im Berichtsmonat Januar 2026 hat die neue Fassung des Güterverzeichnisses, Ausgabe 2026 (GP 2026) die bisher gültige Ausgabe 2019 (GP 2019) abgelöst. Die bei der Ergebnisdarstellung genutzte Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), änderte sich durch die GP-Umstellung nicht, die Abgrenzung der Wirtschaftszweige bleibt somit bestehen. Auch die in der Pressemitteilung betrachteten Ergebnisse auf höher aggregierter Ebene (WZ-2-Steller und Aggregate) bleiben unverändert. Die GP-Umstellung betrifft lediglich die interne Zuordnung der produzierten Güter auf die 4-Steller der Klassifikation der Wirtschaftszweige.

    Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17 %. In diesen Branchen waren 2021 rund 930 000 Beschäftige in rund 7 000 Industriebetrieben in Deutschland tätig.

    In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

    Weitere Informationen:

    Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.

    Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie und ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ verfügbar.

    Der Produktionsindex ist auch im „Dashboard Konjunktur“ (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.

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    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Statistisches Bundesamt
  • Porsche will sparen und Profitabilität steigern

    Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche will in den nächsten Jahren kräftig Kosten sparen und sich stärker auf Fahrzeuge mit besonders hoher Rendite fokussieren. Unter anderem dadurch soll Porsche wieder profitabler werden. Das geht aus einer Mitteilung zur strategischen Neuausrichtung – «Sportwagenschmiede ’35» genannt – hervor, die auf einer Veranstaltung im schwäbischen Weissach bei Stuttgart vorgestellt wird.

    «Mit unserer Strategie schaffen wir die Voraussetzungen, um Porsche in drei Phasen deutlich effizienter, produktiver und profitabler zu machen», sagte Konzernchef Michael Leiters, der seit Januar im Amt ist, laut Mitteilung. Aktuell gehe es vor allem darum, Kosten zu senken und Porsche finanziell robuster zu machen.

    Porsche will seine Entwicklungskosten für künftige Modellreihen den Angaben nach um bis zu 20 Prozent senken. Die Personalkosten in der Fertigung sollen mittelfristig um bis zu 30 Prozent runter, Verkaufs- und Vertriebskosten um 20 Prozent. Bei den Materialeinzelkosten peilt das Unternehmen ein Minus von rund zehn Prozent an. Die Anzahl von Modellvarianten soll ebenfalls sinken.

    Fokus auf Kerngeschäft und schlankere Organisation

    Wesentliche Pfeiler der Strategie seien die Fokussierung auf das Kerngeschäft und eine Verschlankung der Organisation. So werden Managementpositionen mittelfristig um 40 Prozent verringert, wie Porsche mitteilte.

    Letztlich strebe Porsche eine deutlich niedrigere Gewinnschwelle an, die bereits bei weniger als 200.000 Einheiten erreicht werden soll. Zuletzt seien viele Teile des Konzerns eher auf die Produktion von 350.000 Autos ausgelegt gewesen, sagte Leiters – eine Folge des Wachstumskurses in den vergangenen Jahren. Bei welcher Stückzahl die Gewinnschwelle zuletzt lag, dazu machte er keine Angaben.

    Klar ist aber, dass er den Konzern auf weniger Masse trimmen will – das gilt in der Autobranche als schwierig, weil in aller Regel Größenvorteile zum Tragen kommen. Bei Porsche soll nun der Anteil besonders teurer Autos von rund einem Drittel auf fast die Hälfte ausgebaut werden. Das soll bis 2030 den durchschnittlichen Verkaufspreis der teuersten 10.000 verkauften Autos von 270.000 Euro auf 330.000 Euro heben. Unter anderem ist ein größeres und teureres SUV als der Cayenne vorgesehen, und ein Zweitürer-Supersportwagen über dem 911er dürfte ebenfalls dazukommen.

    Gewinneinbruch im vergangenen Jahr

    Das Unternehmen aus Stuttgart hatte zuletzt zu kämpfen – unter anderem mit sinkenden Absatzzahlen, insbesondere in China, einer geringeren Nachfrage nach E-Modellen und den US-Zöllen. Hinzu kamen die Milliardenkosten für die Verbrenner-Verlängerung, die den Gewinn des Konzerns 2025 zum größten Teil aufgezehrt haben. Das Ergebnis nach Steuern brach im Vorjahresvergleich um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein. Im ersten Halbjahr stabilisierte sich das Ergebnis. Die Krise bei Porsche hatte zuletzt auch die Geschäftszahlen der Konzernmutter Volkswagen kräftig belastet. 

    Im Sommer hatten sich Management und Arbeitnehmer auf ein Sparprogramm geeinigt, das den Abbau von 5.000 weiteren Jobs in der Region Stuttgart bis 2035 vorsieht. Im Gegenzug wurden betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2035 ausgeschlossen. Bereits zuvor gab es bei Porsche Abbauprogramme – auch im Leipziger Werk und bei Tochterfirmen. «Insgesamt wird die Belegschaft im direkten und indirekten Bereich mittelfristig um 25 Prozent reduziert – mit einem strategischen Ziel von 30 Prozent», hieß es.

  • Tarifgespräche in NRW und Baden-Württemberg: Lohn im Fokus

    Die ersten regionalen Verhandlungen in der deutschen Metall- und Elektroindustrie starten am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die IG Metall geht mit einer Forderung nach 5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Gespräche. Ein Ausgleich der zuletzt stark angestiegenen Inflation gilt als Mindestziel. Betroffen sind bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigte in so unterschiedlichen Branchen wie Auto, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Rüstungsgüter.

    In der Branche sind in NRW rund 640.000 Menschen beschäftigt und in Baden-Württemberg etwa 900.000 Personen. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall sieht keinen Verteilungsspielraum für eine üppige Lohnerhöhung und verweist auf die verschärfte Deindustrialisierung mit dem Verlust hunderttausender Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren. Einer von mehreren Gründen dafür seien die hohen Lohnkosten.

    In Baden-Württemberg hatte im Vorfeld Mercedes-Benz noch eine Diskussion über die Arbeitszeit angestoßen und eine Rückkehr zu 40 Stunden Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich ins Gespräch gebracht. Die 35-Stunden-Woche ist im Manteltarifvertrag geregelt. Dieser steht in der laufenden Tarifrunde aber nicht auf der Tagesordnung, weil er nicht gekündigt worden ist. Die aktuelle Runde ist eine reine Lohnrunde.

    IG Metall fordert Arbeitgeberangebot zum Verhandlungsauftakt

    Die baden-württembergische IG Metall-Bezirksleiterin Barbara Resch forderte den regionalen Arbeitgeberverband Südwestmetall im Vorfeld zur Vorlage eines Angebots zum Verhandlungsauftakt auf. «In dieser Tarifrunde geht es um Anerkennung und sichere Arbeitsplätze zugleich.» Arbeitgeber-Verhandlungsführer Peter Krause sagte, die Industrie stehe unter gewaltigem Druck. «Wir setzen darauf, dass sich auch die IG Metall dieser Verantwortung stellt, um den Verlust industrieller Substanz und einen weiteren Kahlschlag bei der Beschäftigung zu stoppen.»

    Sowohl in Baden-Württemberg als auch in NRW hatte die IG Metall im Vorfeld ihre Entschlossenheit betont. Die Kampfbereitschaft sei deutlich höher als in den Jahren zuvor, hatte NRW-Verhandlungsführer und Bezirksleiter Knut Giesler erklärt. Die Friedenspflicht endet mit Ablauf des 31. Oktobers. Ab dann sind Warnstreiks möglich.

  • Medizin-Nobelpreis geht an zwei Deutsche

    Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die beiden Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagel sowie den US-Forscher Karl Deisseroth. Ausgezeichnet werden ihre Entdeckungen im Bereich der Optogenetik, wie das Karolinska-Institut in Stockholm mitteilte.

  • Shida Bazyar gewinnt Deutschen Buchpreis

    Der Deutsche Buchpreis geht in diesem Jahr an Shida Bazyar für ihren Roman «Die Lücken». Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt bekannt.

  • Sánchez kündigt Neuwahlen in Spanien an

    Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez hat bei einer Ansprache im Fernsehen Neuwahlen für den 29. November angekündigt. Damit zog er die Konsequenzen aus der Niederlage seiner Minderheitsregierung bei der Abstimmung am Freitag im Parlament über zwei Dekrete zur Bekämpfung der Krise auf dem Wohnungsmarkt.

  • BUND plant Eilantrag gegen Einstieg von russischem Atomkonzern in Brennelementefabrik / Klagebündnis mit .ausgestrahlt will juristisch gegen genehmigten Sofortvollzug in Lingen vorgehen

    Berlin, Hannover. (ots) –

    • BUND Niedersachsen plant Eilantrag gegen beschlossenen Sofortvollzug
    • Eilantrag soll aufschiebende Wirkung der Klage vom 10. September gegen das Kooperationsprojekt wiederherstellen
    • .ausgestrahlt als Teil des Klagebündnis warnt davor, Rosatom und Framatome ANF in Lingen Fakten schaffen zu lassen, bevor Gerichte entschieden haben

    Mit einem Eilantrag plant der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Niedersachsen weiter gegen den geplanten Einstieg von Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen vorzugehen. Ziel des Eilverfahrens wird es sein, den gestern vom niedersächsischen Umweltministerium genehmigten Sofortvollzug außer Kraft zu setzen und die aufschiebende Wirkung der Klage gegen den Ausbau der Brennelementefabrik wiederherzustellen.

    Aus Sicht des Klagebündnisses mit .ausgestrahlt dürfen in Lingen keine Fakten geschaffen werden, solange die Genehmigung nicht juristisch abschließend geprüft ist.

    Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND: „Durch den Sofortvollzug will Betreiber ANF die aufschiebende Wirkung der Klage umgehen und trotz des laufenden Verfahrens die Erweiterung der Brennelementefabrik vorantreiben. Dabei ist bei diesem fragwürdigen Projekt dringend Sorgfalt geboten. Die Erweiterung der Brennelementefabrik in Lingen durch Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosatom ist sicherheits- und außenpolitisch höchst fragwürdig. Jede Atomkooperation zementiert die Abhängigkeit von Russland weiter.“

    Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen: „Wir haben erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Umweltverträglichkeitsprüfung. Sie ist eine wichtige Grundlage für die Genehmigung solcher Anlagen – nicht nur im nuklearen Bereich. Es ist bedauerlich, dass ANF diese wichtige juristische Prüfung nicht abwarten will und bereits Fakten geschaffen werden sollen. Aus unserer Sicht wird das dem Sorgfaltsgebot nicht gerecht. Unser Antrag soll das korrigieren und eine sorgfältige Prüfung dieses heiklen Verfahrens sicherstellen.“

    Die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt unterstützt die Klage mit umfangreicher fachlicher Expertise aus der jahrelangen Begleitung des Genehmigungsverfahrens.

    Armin Simon, Referent für Atompolitik bei .ausgestrahlt: „Die behördlichen Auflagen für das Rosatom-Projekt in Lingen sind völlig unzureichend angesichts der offensichtlichen Bedrohung durch hybride Angriffe. Wir müssen verhindern, dass der Kreml-Konzern in Lingen bereits Fuß fasst, während über die Klage gegen das Hochrisikoprojekt noch gar nicht entschieden ist.“

    Mehr Informationen:

    Pressekontakt:
    BUND-Pressestelle:
    CvD | Daniel Jahn | Clara Billen | Lara Dalbudak | 
    Tel. 030-27586-109 | -531 | -425
    E-Mail: presse@bund.netwww.bund.netwww.bund.net/presse
    
    Informationen zur Datenverarbeitung des BUND nach DSGVO finden Sie
    unter www.bund.net/datenschutz
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
  • Stichwahl in Brasilien: Lula gegen Bolsonaro-Sohn Flávio

    Die Präsidentenwahl in Brasilien wird sich in einer Stichwahl zwischen dem linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und dem rechten Senator Flávio Bolsonaro entscheiden. Nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen kam Lula laut vorläufigen Angaben der Wahlbehörde auf rund 44,6 Prozent, sein rechter Rivale auf 47,4 Prozent – beide verfehlten damit die für einen Sieg im ersten Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit.