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  • Endspurt: Deutsche Exporte steigen erstmals seit zwei Jahren

    Versöhnlicher Abschluss nach einem turbulenten Jahr: Dank eines starken Dezembers sind die deutschen Exporte 2025 erstmals seit zwei Jahren wieder gewachsen – trotz des Zollstreits mit US-Präsident Donald Trump. Im Dezember stiegen die Ausfuhren laut Statistischem Bundesamt um 4,0 Prozent zum Vormonat auf gut 133 Milliarden Euro und damit fast viermal so stark wie von Analysten erwartet. Die Erholung des für die deutsche Wirtschaft so wichtigen Außenhandels ist ein Lichtblick nach Jahren der Flaute.

    Die guten Geschäfte zu Jahresende verhalfen den Exporteuren unerwartet zu einem Plus in der Jahresbilanz. Insgesamt gingen 2025 kalender- und saisonbereinigt deutsche Waren im Wert von 1.569,6 Milliarden Euro in alle Welt, ein Plus von 1,0 Prozent zum Vorjahr. Noch 2023 und 2024 waren die Ausfuhren geschrumpft. 

    Die Exporteure hätten sich trotz massiver Belastungen – darunter US-Zölle, geopolitische Spannungen und fragile Lieferketten – widerstandsfähig gezeigt, sagte der Präsident des Exportverbands BGA, Dirk Jandura. Ein Einbruch sei ausgeblieben, «doch von einer echten Erholung kann keine Rede sein». International habe Deutschland Marktanteile verloren.

    Dezember bringt Plus sogar im US-Geschäft

    Noch im Januar hatten die Statistiker nach ersten Erkenntnissen einen leichten Rückgang der Exporte für 2025 geschätzt. Doch das Jahresende übertraf alle Erwartungen: Sogar die Exporte in die USA wuchsen im Dezember – und zwar um knapp neun Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. 

    Noch besser lief es im Geschäft mit China mit einem Plus von fast 11 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Zudem blieb Europa eine Stütze: Die Exporte mit den EU-Staaten legten um 3,1 Prozent zu auf gut 75 Milliarden Euro.

    Zugleich wuchsen die Importe, sowohl im Dezember als auch im Gesamtjahr. Insgesamt stiegen die Einfuhren 2025 kräftig um 4,4 Prozent auf 1.366,9 Milliarden Euro. 

    In der Außenhandelsbilanz stand damit ein Exportüberschuss von rund 200 Milliarden Euro – deutlich weniger als im Vorjahr (241 Mrd. Euro). Der Rückgang sei alarmierend, sagte BGA-Präsident Jandura: Er sprach von einem «klaren Warnsignal für die internationale Wettbewerbsfähigkeit». 

    Lichtblick nach vielen Rückschlägen

    Einer Studie der Bundesbank zufolge sind deutsche Unternehmen auf den Weltmärkten über Jahre zurückgefallen – darunter in wichtigen Branchen wie Maschinenbau, Elektro, Chemie- und Metallindustrie. Der Export ist traditionell eine Säule der deutschen Wirtschaft. Fast jeder vierte Arbeitsplatz hierzulande hängt laut Statistischem Bundesamt von ihm ab.

    Der Anstieg der Ausfuhren zum Jahresende gibt etwas Hoffnung für eine Erholung der deutschen Wirtschaft, die 2025 nur knapp am dritten Jahr ohne Wachstum vorbeigeschrammt war. Zuletzt hatten die Industrieaufträge den vierten Monat in Folge angezogen. Jedoch ging die Industrieproduktion zum Jahresende überraschend zurück, auch wegen der Schwäche der Autobranche.

    Zollstreit mit Trump und Druck aus China 

    Die deutschen Exporteure haben angesichts des Zollstreits mit Trump ein turbulentes Jahr hinter sich. Im April hatte der US-Präsident ein globales Zollpaket vorgelegt. Später wurden die Zölle zeitweise ausgesetzt und die EU einigte sich mit Washington auf ein Abkommen, das allerdings stark erhöhte Zölle für Einfuhren aus Deutschland vorsieht. Zudem sorgen immer neue Zolldrohungen von Trump wie zuletzt im Grönland-Konflikt für Unsicherheit.

    Dazu kommt harte Konkurrenz aus China für deutsche Firmen, etwa bei Elektroautos. Auf Jahressicht schrumpften die Exporte sowohl in die USA als auch nach China um mehr als neun Prozent. Lichtblick blieben die Ausfuhren in die EU, die um 3,4 Prozent wuchsen.

    Die Nachfrage aus den europäischen Ländern habe das Jahr für den Außenhandel halbwegs gerettet, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. «Immerhin mehren sich die Anzeichen, dass der Trend bei den deutschen Exporten zu Jahresende wieder nach oben weist.»

    Starker Euro trifft Exporteure

    Allerdings bleiben die Hürden groß. Eine Belastung für Exporteure ist der starke Euro, der ihre Waren auf den Weltmärkten verteuert. Jüngst übersprang der Euro zeitweise die Marke von 1,20 US-Dollar – erstmals seit 2021. Die unberechenbare Politik von Trump hat das Vertrauen in den Dollar geschwächt, was umgekehrt den Euro aufwerten lässt. 

    Für die exportorientierte Industrie werde die Luft dünner, meint Carsten Klude, Chefvolkswirt bei der Bank M.M.Warburg & CO. «Ein zu starker Euro in einem fragilen globalen Umfeld ist das Letzte, was die Konjunktur jetzt gebrauchen kann.»

    Eine etwas bessere Stimmung unter Exporteuren zeigten zuletzt zwar die Ifo-Exporterwartungen. Demnach blickt etwa die Autobranche etwas zuversichtlicher auf das Auslandsgeschäft. Doch die Unsicherheit bleibe hoch, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. «Für das erste Quartal 2026 fehlen klare Signale für einen Aufwärtstrend.»

  • Polizei: Größerer Stromausfall in Stuttgart

    Im Stadtgebiet von Stuttgart gibt es einen größeren Stromausfall. Wie die Polizei mitteilte, sind auch einige Ampeln ausgefallen.

  • Bundeskartellamt schränkt Preisvorgaben bei Amazon ein

    Wegen rechtswidriger Preisvorgaben verpflichtet das Bundeskartellamt den Online-Händler Amazon erstmals zu einer Geldzahlung. Das Unternehmen soll rund 59 Millionen Euro zahlen, wie die Wettbewerbshüter in Bonn mitteilten.

  • Deutsche Maja T. in Budapest zu acht Jahren Haft verurteilt

    Die non-binäre deutsche Person Maja T. ist in Budapest zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das gab der Richter bei der Verlesung des Urteils im Budapester Stadtgericht bekannt. Maja T. aus der linken Szene in Deutschland war wegen Gewalttaten gegen mutmaßliche Rechtsextremisten angeklagt.

  • Deutsche Maja T. in Budapest zu acht Jahren Haft verurteilt

    Die non-binäre deutsche Person Maja T. ist in Budapest zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das gab der Richter bei der Verlesung des Urteils im Budapester Stadtgericht bekannt. Maja T. aus der linken Szene in Deutschland war wegen Gewalttaten gegen mutmaßliche Rechtsextremisten angeklagt.

  • Industrie fertigt wieder weniger – auch wegen Autobranche

    In der deutschen Industrie ist die Produktion Ende des vergangenen Jahres erstmals seit mehreren Monaten wieder gesunken. In den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes ging die Fertigung im Dezember unter anderem wegen einer niedrigen Produktion in der Autoindustrie überraschend deutlich zurück. Im Monatsvergleich fiel die Produktion um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Dies ist der erste Produktionsdämpfer nach drei Anstiegen in Folge.

    Zudem wurden die Produktionsdaten für den Vormonat nach unten revidiert. Im November war die Fertigung demnach nur um 0,2 Prozent gestiegen, nicht wie zuvor gemeldet um 0,8 Prozent.

    Das Bundesamt erklärte den Produktionsdämpfer mit der geringeren Produktion in der Autoindustrie, die im Monatsvergleich um 8,9 Prozent gesunken sei. Deutliche Rückschläge gab es auch bei der Fertigung im Maschinenbau sowie insbesondere bei der Wartung und Montage von Maschinen.

    Der Produktionsdämpfer erfolgte, nachdem sich in der deutschen Industrie zuletzt Zeichen für ein Ende der langen Krise gemehrt hatten. So waren am Vortag Daten zum Auftragseingang in der Industrie überraschend stark ausgefallen, was bei Ökonomen die Hoffnung auf eine Trendwende weckte.

  • Produktion im Dezember 2025: -1,9 % zum Vormonat / Produktion im Jahr 2025 um 1,1 % gesunken

    Produktion im Produzierenden Gewerbe

    Dezember 2025 (real, vorläufig):

    -1,9 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    -0,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    November 2025 (real, revidiert):

    +0,2 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    +0,5 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,9 % gesunken. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Oktober 2025 bis Dezember 2025 um 0,9 % höher als in den drei Monaten zuvor. Im November 2025 stieg die Produktion gegenüber Oktober 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 0,2 % (vorläufiger Wert: +0,8 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 war die Produktion im Dezember 2025 kalenderbereinigt 0,6 % niedriger.

    Rückgänge in der Automobilindustrie und im Maschinenbau

    Der Rückgang im Dezember 2025 ist vor allem auf die niedrigere Produktion in der Automobilindustrie (-8,9 %), im Maschinenbau (-6,8 %) sowie bei der Wartung und Montage von Maschinen (-17,6 %) zurückzuführen. Dahingegen wirkten sich Produktionsanstiege in einer Reihe von Wirtschaftszweigen positiv auf das Gesamtergebnis aus, vor allem bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (+3,2 %) und im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge +10,5 %). Ebenso ist die Produktion im Baugewerbe leicht angestiegen (spezialisierte Bautätigkeiten und Ausbaugewerbe +2,5 %, Hochbau +8,4 %). Insgesamt stieg die Bauproduktion um 3,0 %.

    Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) sank im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 3,0 %. Dabei stieg die Produktion von Konsumgütern um 0,5 %, die Produktion von Investitionsgütern sank um 5,3 % und die Produktion von Vorleistungsgütern um 1,2 %. Außerhalb der Industrie sank die Energieerzeugung um 1,8 %.

    Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 0,2 %.

    Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken

    In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von Oktober 2025 bis Dezember 2025 um 0,5 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Dezember 2024 war die energieintensive Produktion im Dezember 2025 kalenderbereinigt um 2,6 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

    Produktion im Jahr 2025 um 1,1 % gesunken

    In Gesamtjahr 2025 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt 1,1 % niedriger als im Vorjahr.

    Dabei war die Produktion im Jahr 2025 in der Industrie (-1,3 %) und im Baugewerbe (-1,7 %) niedriger als im Vorjahr. Die Energieerzeugung stieg hingegen um 1,6 %.

    In der Industrie ist der Rückgang maßgeblich auf die Entwicklung in der Automobilindustrie (-1,7 % gegenüber dem Vorjahr), im Maschinenbau (-2,6 %) und in den energieintensiven Industriezweigen zurückzuführen.

    In den energieintensiven Industriezweigen lag die Produktion kalenderbereinigt um 2,6 % niedriger als im Jahr 2024. In den Jahren 2022 und 2023 war sie jeweils stark zurückgegangen. Gegenüber 2021 lag sie im Jahr 2025 kalenderbereinigt um 17,8 % niedriger.

    Methodische Hinweise:

    In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.

    Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.

    Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17 %. In diesen Branchen waren im Jahr 2021 knapp eine Million Beschäftige (929 599) in 6 986 Industriebetrieben in Deutschland tätig.

    In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der „Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008)“ abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

    Weitere Informationen:

    Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.

    Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie bietet ein Dossier auf der Themenseite „Konjunkturindikatoren“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ verfügbar.

    Der Produktionsindex ist auch im „Dashboard Konjunktur“ verfügbar, das Teil des „Dashboard Deutschland“ (www.dashboard-deutschland.de) ist. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Wohnen, Energie und Ukraine. Mit dem „Pulsmesser Wirtschaft“ steht dort auch ein Tool zur Konjunkturbeobachtung in Echtzeit bereit.

    Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

    Weitere Auskünfte:
    Konjunkturindizes, Saisonbereinigung
    Telefon: +49 611 75 2806
    www.destatis.de/kontakt
    Pressekontakt:
    Statistisches Bundesamt
    Pressestelle
    www.destatis.de/kontakt
    Telefon: +49 611-75 34 44
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Statistisches Bundesamt
  • Produktion im Dezember 2025: -1,9 % zum Vormonat / Produktion im Jahr 2025 um 1,1 % gesunken

    Produktion im Produzierenden Gewerbe

    Dezember 2025 (real, vorläufig):

    -1,9 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    -0,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    November 2025 (real, revidiert):

    +0,2 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)

    +0,5 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

    Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,9 % gesunken. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Oktober 2025 bis Dezember 2025 um 0,9 % höher als in den drei Monaten zuvor. Im November 2025 stieg die Produktion gegenüber Oktober 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 0,2 % (vorläufiger Wert: +0,8 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 war die Produktion im Dezember 2025 kalenderbereinigt 0,6 % niedriger.

    Rückgänge in der Automobilindustrie und im Maschinenbau

    Der Rückgang im Dezember 2025 ist vor allem auf die niedrigere Produktion in der Automobilindustrie (-8,9 %), im Maschinenbau (-6,8 %) sowie bei der Wartung und Montage von Maschinen (-17,6 %) zurückzuführen. Dahingegen wirkten sich Produktionsanstiege in einer Reihe von Wirtschaftszweigen positiv auf das Gesamtergebnis aus, vor allem bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (+3,2 %) und im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge +10,5 %). Ebenso ist die Produktion im Baugewerbe leicht angestiegen (spezialisierte Bautätigkeiten und Ausbaugewerbe +2,5 %, Hochbau +8,4 %). Insgesamt stieg die Bauproduktion um 3,0 %.

    Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) sank im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 3,0 %. Dabei stieg die Produktion von Konsumgütern um 0,5 %, die Produktion von Investitionsgütern sank um 5,3 % und die Produktion von Vorleistungsgütern um 1,2 %. Außerhalb der Industrie sank die Energieerzeugung um 1,8 %.

    Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 0,2 %.

    Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken

    In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von Oktober 2025 bis Dezember 2025 um 0,5 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Dezember 2024 war die energieintensive Produktion im Dezember 2025 kalenderbereinigt um 2,6 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

    Produktion im Jahr 2025 um 1,1 % gesunken

    In Gesamtjahr 2025 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt 1,1 % niedriger als im Vorjahr.

    Dabei war die Produktion im Jahr 2025 in der Industrie (-1,3 %) und im Baugewerbe (-1,7 %) niedriger als im Vorjahr. Die Energieerzeugung stieg hingegen um 1,6 %.

    In der Industrie ist der Rückgang maßgeblich auf die Entwicklung in der Automobilindustrie (-1,7 % gegenüber dem Vorjahr), im Maschinenbau (-2,6 %) und in den energieintensiven Industriezweigen zurückzuführen.

    In den energieintensiven Industriezweigen lag die Produktion kalenderbereinigt um 2,6 % niedriger als im Jahr 2024. In den Jahren 2022 und 2023 war sie jeweils stark zurückgegangen. Gegenüber 2021 lag sie im Jahr 2025 kalenderbereinigt um 17,8 % niedriger.

    Methodische Hinweise:

    In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.

    Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.

    Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17 %. In diesen Branchen waren im Jahr 2021 knapp eine Million Beschäftige (929 599) in 6 986 Industriebetrieben in Deutschland tätig.

    In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der „Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008)“ abweichen. Eine Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

    Weitere Informationen:

    Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.

    Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie bietet ein Dossier auf der Themenseite „Konjunkturindikatoren“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ verfügbar.

    Der Produktionsindex ist auch im „Dashboard Konjunktur“ verfügbar, das Teil des „Dashboard Deutschland“ (www.dashboard-deutschland.de) ist. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Wohnen, Energie und Ukraine. Mit dem „Pulsmesser Wirtschaft“ steht dort auch ein Tool zur Konjunkturbeobachtung in Echtzeit bereit.

    Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

    Weitere Auskünfte:
    Konjunkturindizes, Saisonbereinigung
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    Pressekontakt:
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    Quelle:            Statistisches Bundesamt
  • Thioune ist neuer Trainer von Werder Bremen

    Daniel Thioune wird neuer Trainer von Werder Bremen. Der Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga verpflichtete den 51-Jährigen als Nachfolger von Horst Steffen.

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