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  • HEIDELBERG steigert nach neun Monaten im GJ 2025/2026 die Profitabilität deutlich – strategische Neuausrichtung im Plan (FOTO)

    Heidelberg (ots)

    • Umsatz nach neun Monaten mit rund 6,1 Prozent über Vorjahreswert
    • Bereinigtes EBITDA gegenüber Vorjahr deutlich verbessert; Effizienzmaßnahmen mit spürbaren Effekten
    • Auftragseingang erwartungsgemäß unter Vorjahr durch Entfall drupa-Effekt sowie aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen
    • Erfolgreiche Positionierung in Sicherheits-, Verteidigungs- und Energietechnologien
    • Jahresprognose trotz anspruchsvollem Umfeld bestätigt

    Die Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) liegt nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2025/2026 (1. April bis 31. Dezember 2025) im Rahmen der Erwartungen und hat ihre Profitabilität stark gesteigert. Zudem treibt das Unternehmen seine strategische Transformation in neue, wachstumsstarke Geschäftsfelder weiterhin konsequent voran.Nach drei Quartalen stieg derUmsatztrotz anspruchsvollem Umfeld auf 1.602 Mio. € und lag damit rund 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 1.509 Mio. €, obwohl negative Währungseffekte in Höhe von rund 44 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen waren. Positiv entwickelten sich in diesem Zeitraum vor allem die Region Europa sowie das Maschinengeschäft im Verpackungs- und Etikettendruck. Dasdritte Quartallag mit 617 Mio. € um rund 4 Prozent über dem Vorjahresquartal, somit konnte der Umsatz im bisherigen Geschäftsjahresverlauf von Quartal zu Quartal gesteigert werden.

    Dasbereinigte operative Ergebnis(EBITDA) stieg nach neun Monaten signifikant auf 114 Mio. € (Vorjahreszeitraum: bereinigt 86 Mio. €), die bereinigteEBITDA-Margeverbesserte sich deutlich auf 7,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 5,7 Prozent). Die Umsetzung der im Zukunftsplan vorgesehenen Personal- und Effizienzmaßnahmen zeigt spürbare Effekte. So konnten die Produktions- und Gesamtfunktionskosten gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums verbessert werden. DiePersonalkostenquoteging im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres auf 36 Prozent zurück (Vorjahreszeitraum bereinigt um Sondereinflüsse: 39 Prozent). Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2025/2026 erwartet das Unternehmen, dass die Personalkosten insgesamt unter dem Vorjahr liegen werden.

    DerAuftragseinganglag nach neun Monaten bei 1.628 Mio. € (Vorjahr: 1.823 Mio. €) und damit – unter Berücksichtigung des drupa-bedingt sehr starken Vorjahres – im Rahmen der Erwartungen. Im Berichtszeitraum wirkten sich Wechselkurseffekte mit rund 46 Mio. € deutlich negativ aus. Der Auftragseingang im dritten Quartal betrug 517 Mio. € (Vorjahresquartal: 550 Mio. €) Positiv entwickelte sich insbesondere der Auftragseingang im dritten Quartal in derRegion Americasmit einem Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

    HEIDELBERG treibt strategische Transformation weiter voran und erschließt neue Wachstumsmärkte

    HEIDELBERG setzt seine strategische Transformation trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds konsequent fort. Auf Basis seiner ausgeprägten Industrie- und Systemkompetenz erschließt das Unternehmen systematisch zusätzliche Märkte in den Bereichen Defense, Sicherheit, Energie, Ladeinfrastruktur sowie industrielle Systemlösungen. Zentraler Baustein dieser Entwicklung ist die Bündelung aller entsprechenden Aktivitäten unter derHD Advanced Technologies GmbH. Diese strategische Weiterentwicklung stärkt die Zukunftsfähigkeit von HEIDELBERG und eröffnet langfristige Wachstumsperspektiven.

    Der Umsatz im SegmentHEIDELBERG Technologylag nach neun Monaten bei 42 Mio. € und damit leicht über dem Vorjahreswert von 41 Mio. €. Auch wenn sich die Umsatzentwicklung derzeit noch moderat zeigt, bilden die eingeleiteten strategischen Maßnahmen die Grundlage dafür, dass HEIDELBERG Technology perspektivisch einen deutlich stärkeren Beitrag zum Gesamtgeschäft leisten wird. Insbesondere die kontinuierliche Erschließung neuer Industrien sowie der Aufbau skalierbarer Geschäftsmodelle stärken die Erwartungen hinsichtlich einer positiven Umsatzdynamik in den kommenden Jahren.

    „Mit den von uns angestoßenen Maßnahmen bestätigen wir unseren Wachstumsplan“, sagt Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG.

    „HEIDELBERG ist strategisch wie operativ sehr gut positioniert, um dies aktiv zu gestalten und zusätzliche Chancen in dynamischen Zukunftsmärkten zu nutzen.“

    Kerngeschäft legt Fundament der Transformation

    Parallel zur Erschließung neuer Geschäftsfelder entwickelt sich das Kerngeschäft robust. Im SegmentPrint & Packaging Equipmentprofitiert HEIDELBERG von seiner starken Marktposition im Verpackungs- und Etikettendruck und legte beim Umsatz im Berichtszeitraum auf 804 Mio. € zu (Vorjahreswert: 705 Mio. €). Im SegmentDigital Solutions & Lifecyclebaut das Unternehmen seine Rolle als Systemintegrator weiter aus – mit hybriden Drucklösungen, Software- und Serviceangeboten innerhalb eines digitalen Ökosystems. Hier erzielte HEIDELBERG nach neun Monaten einen Umsatz von 755 Mio. € (Vorjahreswert: 763 Mio. €).

    „Unsere Stärke liegt in der intelligenten Verbindung von Maschinen, Software und Service“, sagt Dr. David Schmedding, Vorstand Technologie und Vertrieb. „Mit dem gezieltenAusbau unseres Digitaldruck-Portfoliosund neuen Hochleistungssystemen wie der Jetfire 75 schaffen wir zusätzliche Wachstumsperspektiven – sowohl im Kerngeschäft als auch darüber hinaus.“

    DerFree Cashflowvon HEIDELBERG verbesserte sich nach drei Quartalen gegenüber dem Vorjahr auf -81 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -97 Mio. €), blieb jedoch aufgrund der Polar-Akquisition sowie Restrukturierungsaufwendungen im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich erwartungsgemäß noch negativ. DasErgebnis nach Steuernwurde mit 17 Mio. € nach neun Monaten signifikant gesteigert (Vorjahreszeitraum: -42 Mio. €).

    Jahresprognose trotz anspruchsvollem Umfeld bestätigt

    Das Unternehmen bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/2026. Ein solider Auftragsbestand, laufende Effizienzmaßnahmen und die konsequente Umsetzung der Strategie bilden die Grundlage für das Erreichen der Ziele. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken erwartet das Unternehmen, vorausgesetzt, dass das globale Wirtschaftswachstum nicht schwächer ausfällt, als von den Instituten prognostiziert, einenUmsatzin Höhe von rund 2.350 Mio. € im Geschäftsjahr 2025/2026 (2024/2025: 2.280 Mio. €). In Anbetracht der erheblichen Währungseffekte und der anhaltend schwachen gesamtwirtschaftlichen und unsicheren handelspolitischen Lage geht das Unternehmen davon aus, dass diebereinigte EBITDA-Margeeher im unteren Bereich der prognostizierten Steigerung auf bis zu 8 Prozent liegen wird (Vorjahr: 7,1 Prozent).

    Über HEIDELBERG:

    Die Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) ist ein führendes Technologieunternehmen, das weltweit seit 175 Jahren für Innovationskraft, Qualität und Zuverlässigkeit im Maschinenbau steht. Mit einem klaren Fokus auf Wachstum treibt HEIDELBERG als Gesamtanbieter die Weiterentwicklung in den Kernbereichen Verpackungs- und Digitaldruck, Softwarelösungen und dem Lifecycle-Geschäft mit Service und Verbrauchsmaterialien voran, damit Kunden maximale Produktivität und Effizienz erreichen können. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf den Ausbau neuer Geschäftsfelder im Industriegeschäft wie den hochpräzisen Anlagenbau mit integrierter Steuerung, Automatisierungstechnik und Robotik sowie die wachsenden Green Technologies. Aufgrund einer starken internationalen Präsenz in rund 170 Ländern, der Schaffenskraft und Kompetenz seiner rund 9.500 Mitarbeitenden, eigener Produktionsstätten in Europa, China und den USA sowie einem der größten globalen Vertriebs- und Servicenetzwerke, ist das Unternehmen optimal für zukünftiges Wachstum positioniert.

    Bild 1:Ein Team der Hoifu-Gruppe rund um Chairman Ou Shun Chou (vorne, sechster von links), und HEIDELBERG u.a. mit Steven Hou, General Manager South China sowie Michael Nilges, Leiter Standort Shanghai (vorne, siebter und achter von links) treffen sich anlässlich der Abnahme der 1.000. Speedmaster CX 104 am HEIDELBERG Standort Shanghai.

    Bild 2:Die Digitaldruckstraße bei rubmedia umfasst eine Jetfire 50 und Versafire LV von HEIDELBERG sowie die dazu passende Weiterverarbeitung und ermöglicht dem Unternehmen die komplette und industrialisierte Inhouse-Produktion personalisierter und hochwertiger Kleinauflagen.

    Bild 3: Heute ist das HEIDELBERG Kundenportal für weltweit bereits über 3.000 Druckereien die digitale Steuerzentrale. Tendenz weiter steigend.

    Bildmaterial und weitere Informationen über das Unternehmen stehen im Investor-Relations– und Presseportal der Heidelberger Druckmaschinen AG unter www.heidelberg.com zur Verfügung.

    Wichtiger Hinweis:

    Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der grafischen Industrie gehören. Die Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Presseerklärung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

    Für weitere Informationen
    Corporate Communications 
    Thomas Fichtl
    Telefon: +49 6222 82- 67123
    E-Mail: Thomas.Fichtl@heidelberg.com
    
    Investor Relations 
    Sascha Donat 
    Tel: +49 6222 82-64201
    E-Mail: Sascha.Donat@heidelberg.com
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Heidelberger Druckmaschinen AG
  • Marius Borg Høiby kurz vor seinem Prozess festgenommen

    Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist am Sonntagabend festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin der Nachrichtenagentur NTB, nachdem kurz vor Beginn des Vergewaltigungsprozesses gegen Høiby an diesem Dienstag Untersuchungshaft beantragt worden war.

  • Sind Aldi und Lidl wirklich billiger als die Supermärkte?

    Mal Butter, mal Kaffee, Orangensaft oder Wurst: Die Discounter Aldi und Lidl liefern sich derzeit einen besonders harten Wettkampf. Mal senkt der eine die Preise zuerst, mal der andere. Vor wenigen Tagen ärgerte Lidl seinen Konkurrenten und unterbot dessen kurz zuvor angekündigte Preissenkung für Schokoladenprodukte teilweise.

    Preise sind für Kunden so wichtig wie wohl lange nicht mehr. Das zeigt auch eine Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln: 70 Prozent haben wegen der Preissteigerungen der vergangenen Jahre ihre Ausgaben schon reduziert oder planen dies. Gut 70 Prozent dieser Gruppe vergleichen beim Lebensmitteleinkauf stärker die Preise und greifen häufiger zu Sonderangeboten.

    Besonders groß ist der Druck auf Aldi und Lidl. «Discount» – übersetzt Rabatt – ist schließlich ein Versprechen. Aldi gilt als dessen Erfinder und langjähriger Preisführer – ein Image, kein offiziell vergebener Titel. Herausforderer Lidl stellt diesen Anspruch infrage. «Eure Nr. 1. Der Preisführer lohnt sich», so wirbt der Händler. Doch wer ist tatsächlich billiger? Und macht es sich für Kunden überhaupt bemerkbar, wo sie einkaufen? Ein Überblick:

    Wo ist es am günstigsten?

    Die Vergleichsapp Smhaggle hat im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur die dominierenden Regalpreise der großen Lebensmittelhändler in Deutschland im Jahr 2025 analysiert. Untersucht wurden die Kernsortimente, etwa 2.000 Produkte, die bei allen Anbietern verfügbar und damit gut vergleichbar sind. Sonderangebote wurden nicht berücksichtigt. 

    «Egal ob Milch, Joghurt, Nudeln, Butter oder Salatgurke: Die Preise dieser Produkte sind bis auf wenige Ausnahmen auf den Cent gleich», sagt Smhaggle-Geschäftsführer Sven Reuter. Dies gelte sowohl für Eigenmarken als auch für Markenprodukte – unabhängig davon, ob es sich um Discounter oder Supermarkt handelt. Die Preise könnten regional und in von selbstständigen Kaufleuten geführten Märkten unter Umständen abweichen. Über die Smhaggle-App laden Nutzer laut Reuter täglich mehr als 10.000 Kassenbons hoch. So lässt sich die Entwicklung der Preise detailliert nachvollziehen.

    Wie läuft das ab?

    Meistens senken die Discounter als erste die Preise. Die anderen Händler wie Rewe, Edeka oder Kaufland ziehen anschließend schnell nach. Laut Reuter reagieren sie auf Preisänderungen innerhalb weniger Stunden oder ein bis zwei Tagen. Da die Preise anschließend wieder anbieterübergreifend nahezu identisch seien, könne von einer Preisführerschaft eines Händlers keine Rede sein, sagt Reuter.

    Die Supermarktkette Rewe wirbt mit einem Versprechen. Auf der Internetseite heißt es: «Bei Rewe findest du 4.000 Produkte, die immer genauso günstig sind wie beim Discounter.» Die Verkaufspreise werden regelmäßig mit denen von Aldi und Lidl abgeglichen. Bei Edeka ist es ähnlich. 

    Wo wird am liebsten eingekauft?

    Ein klarer Favorit lässt sich nicht ausmachen. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bevorzugen 32 Prozent der Menschen in Deutschland Supermärkte wie Rewe und Edeka, 29 Prozent ziehen Discounter wie Aldi und Lidl vor. 38 Prozent haben keine feste Präferenz. Die Gründe unterscheiden sich deutlich. Was den jeweiligen Kunden wichtig ist:

    • Erreichbarkeit (Supermärkte: 62 Prozent, Discounter: 65)
    • Frische Produkte wie Obst, Gemüse und Fleisch (52, 36)
    • Eigenmarken (48, 55)
    • Sonderangebote (43, 60)
    • Große Auswahl an Lebensmitteln (42, 15)
    • Preise (35, 77)

    Beim Preis liegen die Discounter klar vorn. Supermärkte überzeugen mit der größeren Auswahl an Lebensmitteln. Andere Merkmale, mit denen sie sich abzuheben versuchen, spielen eine geringere Rolle. Nur jeweils 29 Prozent geben die Vielzahl an Markenprodukten oder die schöne Einkaufsatmosphäre mit größerem Platzangebot an, lediglich 21 Prozent freundliches Personal. 

    Was sagen Experten?

    Die Unterschiede zwischen den Formaten verschwimmen zunehmend. Die Discounter setzen heute stärker auf Ambiente und Markenprodukte. «Die Qualität der Ware ist auch hoch», sagt Michael Gerling, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI. «Die Supermärkte müssen sich anstrengen und an Erlebniswert drauflegen.» Sie sollten mit besonderen Angeboten punkten, wie etwa Gastronomie, Veranstaltungen, Bedientheken oder Regionalität.

    Ein Unterschied ist bestehen geblieben: Discounter führen deutlich weniger Artikel. Aus Sicht von Carsten Kortum, Handelsprofessor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, ist dies nicht zwingend ein Nachteil. Ganz im Gegenteil. «Auswahl ist grundsätzlich gut, zu viel kann aber auch überfordern», sagt er. «Viele Kunden fühlen sich wohl, wenn es übersichtlicher ist.» Das erleichtere die Kaufentscheidung.

    Wer ist größer?

    Die Discounter, zu denen auch Penny und Netto gezählt werden, liegen beim Umsatz vorn. Im Handel mit Produkten des täglichen Bedarfs kamen sie laut YouGov zuletzt auf einen Marktanteil von gut 38 Prozent, die Supermärkte wie Rewe und Edeka auf rund 28,5 Prozent. Der Rest entfiel unter anderem auf SB-Warenhäuser wie Kaufland, Fachhandel und Drogerien. 

    Größter Lebensmittelhändler in Deutschland ist laut EHI Edeka. Bei den Discountern setzt Lidl zwar mehr um als Aldi Nord und Aldi Süd jeweils, zusammen liegen die beiden Aldi-Unternehmensgruppen jedoch knapp vorn. Die Marktanteile verschieben sich seit Jahren zugunsten der Discounter. Experten begründen dies damit, dass Kunden wegen der hohen Inflation preisbewusster konsumiert haben. «Für Discounter sind schlechte Zeiten gute Zeiten», sagt Handelsexperte Gerling.

    Laut YouGov kauften 44 Prozent wegen der gestiegenen Preise in den vergangenen Jahren häufiger bei Discountern ein. «Dabei zahlen sie dort für die gleichen Produkte nicht weniger als in Supermärkten. Die Discounter Aldi und Lidl haben zudem deutlich weniger Sonderangebote», sagt Smhaggle-Chef Reuter. Am besten sparen können Verbraucher demnach, wenn sie primär gezielt Aktionsprodukte kaufen.

  • Sind Aldi und Lidl wirklich billiger als die Supermärkte?

    Mal Butter, mal Kaffee, Orangensaft oder Wurst: Die Discounter Aldi und Lidl liefern sich derzeit einen besonders harten Wettkampf. Mal senkt der eine die Preise zuerst, mal der andere. Vor wenigen Tagen ärgerte Lidl seinen Konkurrenten und unterbot dessen kurz zuvor angekündigte Preissenkung für Schokoladenprodukte teilweise.

    Preise sind für Kunden so wichtig wie wohl lange nicht mehr. Das zeigt auch eine Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln: 70 Prozent haben wegen der Preissteigerungen der vergangenen Jahre ihre Ausgaben schon reduziert oder planen dies. Gut 70 Prozent dieser Gruppe vergleichen beim Lebensmitteleinkauf stärker die Preise und greifen häufiger zu Sonderangeboten.

    Besonders groß ist der Druck auf Aldi und Lidl. «Discount» – übersetzt Rabatt – ist schließlich ein Versprechen. Aldi gilt als dessen Erfinder und langjähriger Preisführer – ein Image, kein offiziell vergebener Titel. Herausforderer Lidl stellt diesen Anspruch infrage. «Eure Nr. 1. Der Preisführer lohnt sich», so wirbt der Händler. Doch wer ist tatsächlich billiger? Und macht es sich für Kunden überhaupt bemerkbar, wo sie einkaufen? Ein Überblick:

    Wo ist es am günstigsten?

    Die Vergleichsapp Smhaggle hat im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur die dominierenden Regalpreise der großen Lebensmittelhändler in Deutschland im Jahr 2025 analysiert. Untersucht wurden die Kernsortimente, etwa 2.000 Produkte, die bei allen Anbietern verfügbar und damit gut vergleichbar sind. Sonderangebote wurden nicht berücksichtigt. 

    «Egal ob Milch, Joghurt, Nudeln, Butter oder Salatgurke: Die Preise dieser Produkte sind bis auf wenige Ausnahmen auf den Cent gleich», sagt Smhaggle-Geschäftsführer Sven Reuter. Dies gelte sowohl für Eigenmarken als auch für Markenprodukte – unabhängig davon, ob es sich um Discounter oder Supermarkt handelt. Die Preise könnten regional und in von selbstständigen Kaufleuten geführten Märkten unter Umständen abweichen. Über die Smhaggle-App laden Nutzer laut Reuter täglich mehr als 10.000 Kassenbons hoch. So lässt sich die Entwicklung der Preise detailliert nachvollziehen.

    Wie läuft das ab?

    Meistens senken die Discounter als erste die Preise. Die anderen Händler wie Rewe, Edeka oder Kaufland ziehen anschließend schnell nach. Laut Reuter reagieren sie auf Preisänderungen innerhalb weniger Stunden oder ein bis zwei Tagen. Da die Preise anschließend wieder anbieterübergreifend nahezu identisch seien, könne von einer Preisführerschaft eines Händlers keine Rede sein, sagt Reuter.

    Die Supermarktkette Rewe wirbt mit einem Versprechen. Auf der Internetseite heißt es: «Bei Rewe findest du 4.000 Produkte, die immer genauso günstig sind wie beim Discounter.» Die Verkaufspreise werden regelmäßig mit denen von Aldi und Lidl abgeglichen. Bei Edeka ist es ähnlich. 

    Wo wird am liebsten eingekauft?

    Ein klarer Favorit lässt sich nicht ausmachen. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bevorzugen 32 Prozent der Menschen in Deutschland Supermärkte wie Rewe und Edeka, 29 Prozent ziehen Discounter wie Aldi und Lidl vor. 38 Prozent haben keine feste Präferenz. Die Gründe unterscheiden sich deutlich. Was den jeweiligen Kunden wichtig ist:

    • Erreichbarkeit (Supermärkte: 62 Prozent, Discounter: 65)
    • Frische Produkte wie Obst, Gemüse und Fleisch (52, 36)
    • Eigenmarken (48, 55)
    • Sonderangebote (43, 60)
    • Große Auswahl an Lebensmitteln (42, 15)
    • Preise (35, 77)

    Beim Preis liegen die Discounter klar vorn. Supermärkte überzeugen mit der größeren Auswahl an Lebensmitteln. Andere Merkmale, mit denen sie sich abzuheben versuchen, spielen eine geringere Rolle. Nur jeweils 29 Prozent geben die Vielzahl an Markenprodukten oder die schöne Einkaufsatmosphäre mit größerem Platzangebot an, lediglich 21 Prozent freundliches Personal. 

    Was sagen Experten?

    Die Unterschiede zwischen den Formaten verschwimmen zunehmend. Die Discounter setzen heute stärker auf Ambiente und Markenprodukte. «Die Qualität der Ware ist auch hoch», sagt Michael Gerling, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI. «Die Supermärkte müssen sich anstrengen und an Erlebniswert drauflegen.» Sie sollten mit besonderen Angeboten punkten, wie etwa Gastronomie, Veranstaltungen, Bedientheken oder Regionalität.

    Ein Unterschied ist bestehen geblieben: Discounter führen deutlich weniger Artikel. Aus Sicht von Carsten Kortum, Handelsprofessor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, ist dies nicht zwingend ein Nachteil. Ganz im Gegenteil. «Auswahl ist grundsätzlich gut, zu viel kann aber auch überfordern», sagt er. «Viele Kunden fühlen sich wohl, wenn es übersichtlicher ist.» Das erleichtere die Kaufentscheidung.

    Wer ist größer?

    Die Discounter, zu denen auch Penny und Netto gezählt werden, liegen beim Umsatz vorn. Im Handel mit Produkten des täglichen Bedarfs kamen sie laut YouGov zuletzt auf einen Marktanteil von gut 38 Prozent, die Supermärkte wie Rewe und Edeka auf rund 28,5 Prozent. Der Rest entfiel unter anderem auf SB-Warenhäuser wie Kaufland, Fachhandel und Drogerien. 

    Größter Lebensmittelhändler in Deutschland ist laut EHI Edeka. Bei den Discountern setzt Lidl zwar mehr um als Aldi Nord und Aldi Süd jeweils, zusammen liegen die beiden Aldi-Unternehmensgruppen jedoch knapp vorn. Die Marktanteile verschieben sich seit Jahren zugunsten der Discounter. Experten begründen dies damit, dass Kunden wegen der hohen Inflation preisbewusster konsumiert haben. «Für Discounter sind schlechte Zeiten gute Zeiten», sagt Handelsexperte Gerling.

    Laut YouGov kauften 44 Prozent wegen der gestiegenen Preise in den vergangenen Jahren häufiger bei Discountern ein. «Dabei zahlen sie dort für die gleichen Produkte nicht weniger als in Supermärkten. Die Discounter Aldi und Lidl haben zudem deutlich weniger Sonderangebote», sagt Smhaggle-Chef Reuter. Am besten sparen können Verbraucher demnach, wenn sie primär gezielt Aktionsprodukte kaufen.

  • Sind Aldi und Lidl wirklich billiger als die Supermärkte?

    Mal Butter, mal Kaffee, Orangensaft oder Wurst: Die Discounter Aldi und Lidl liefern sich derzeit einen besonders harten Wettkampf. Mal senkt der eine die Preise zuerst, mal der andere. Vor wenigen Tagen ärgerte Lidl seinen Konkurrenten und unterbot dessen kurz zuvor angekündigte Preissenkung für Schokoladenprodukte teilweise.

    Preise sind für Kunden so wichtig wie wohl lange nicht mehr. Das zeigt auch eine Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln: 70 Prozent haben wegen der Preissteigerungen der vergangenen Jahre ihre Ausgaben schon reduziert oder planen dies. Gut 70 Prozent dieser Gruppe vergleichen beim Lebensmitteleinkauf stärker die Preise und greifen häufiger zu Sonderangeboten.

    Besonders groß ist der Druck auf Aldi und Lidl. «Discount» – übersetzt Rabatt – ist schließlich ein Versprechen. Aldi gilt als dessen Erfinder und langjähriger Preisführer – ein Image, kein offiziell vergebener Titel. Herausforderer Lidl stellt diesen Anspruch infrage. «Eure Nr. 1. Der Preisführer lohnt sich», so wirbt der Händler. Doch wer ist tatsächlich billiger? Und macht es sich für Kunden überhaupt bemerkbar, wo sie einkaufen? Ein Überblick:

    Wo ist es am günstigsten?

    Die Vergleichsapp Smhaggle hat im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur die dominierenden Regalpreise der großen Lebensmittelhändler in Deutschland im Jahr 2025 analysiert. Untersucht wurden die Kernsortimente, etwa 2.000 Produkte, die bei allen Anbietern verfügbar und damit gut vergleichbar sind. Sonderangebote wurden nicht berücksichtigt. 

    «Egal ob Milch, Joghurt, Nudeln, Butter oder Salatgurke: Die Preise dieser Produkte sind bis auf wenige Ausnahmen auf den Cent gleich», sagt Smhaggle-Geschäftsführer Sven Reuter. Dies gelte sowohl für Eigenmarken als auch für Markenprodukte – unabhängig davon, ob es sich um Discounter oder Supermarkt handelt. Die Preise könnten regional und in von selbstständigen Kaufleuten geführten Märkten unter Umständen abweichen. Über die Smhaggle-App laden Nutzer laut Reuter täglich mehr als 10.000 Kassenbons hoch. So lässt sich die Entwicklung der Preise detailliert nachvollziehen.

    Wie läuft das ab?

    Meistens senken die Discounter als erste die Preise. Die anderen Händler wie Rewe, Edeka oder Kaufland ziehen anschließend schnell nach. Laut Reuter reagieren sie auf Preisänderungen innerhalb weniger Stunden oder ein bis zwei Tagen. Da die Preise anschließend wieder anbieterübergreifend nahezu identisch seien, könne von einer Preisführerschaft eines Händlers keine Rede sein, sagt Reuter.

    Die Supermarktkette Rewe wirbt mit einem Versprechen. Auf der Internetseite heißt es: «Bei Rewe findest du 4.000 Produkte, die immer genauso günstig sind wie beim Discounter.» Die Verkaufspreise werden regelmäßig mit denen von Aldi und Lidl abgeglichen. Bei Edeka ist es ähnlich. 

    Wo wird am liebsten eingekauft?

    Ein klarer Favorit lässt sich nicht ausmachen. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bevorzugen 32 Prozent der Menschen in Deutschland Supermärkte wie Rewe und Edeka, 29 Prozent ziehen Discounter wie Aldi und Lidl vor. 38 Prozent haben keine feste Präferenz. Die Gründe unterscheiden sich deutlich. Was den jeweiligen Kunden wichtig ist:

    • Erreichbarkeit (Supermärkte: 62 Prozent, Discounter: 65)
    • Frische Produkte wie Obst, Gemüse und Fleisch (52, 36)
    • Eigenmarken (48, 55)
    • Sonderangebote (43, 60)
    • Große Auswahl an Lebensmitteln (42, 15)
    • Preise (35, 77)

    Beim Preis liegen die Discounter klar vorn. Supermärkte überzeugen mit der größeren Auswahl an Lebensmitteln. Andere Merkmale, mit denen sie sich abzuheben versuchen, spielen eine geringere Rolle. Nur jeweils 29 Prozent geben die Vielzahl an Markenprodukten oder die schöne Einkaufsatmosphäre mit größerem Platzangebot an, lediglich 21 Prozent freundliches Personal. 

    Was sagen Experten?

    Die Unterschiede zwischen den Formaten verschwimmen zunehmend. Die Discounter setzen heute stärker auf Ambiente und Markenprodukte. «Die Qualität der Ware ist auch hoch», sagt Michael Gerling, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts EHI. «Die Supermärkte müssen sich anstrengen und an Erlebniswert drauflegen.» Sie sollten mit besonderen Angeboten punkten, wie etwa Gastronomie, Veranstaltungen, Bedientheken oder Regionalität.

    Ein Unterschied ist bestehen geblieben: Discounter führen deutlich weniger Artikel. Aus Sicht von Carsten Kortum, Handelsprofessor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, ist dies nicht zwingend ein Nachteil. Ganz im Gegenteil. «Auswahl ist grundsätzlich gut, zu viel kann aber auch überfordern», sagt er. «Viele Kunden fühlen sich wohl, wenn es übersichtlicher ist.» Das erleichtere die Kaufentscheidung.

    Wer ist größer?

    Die Discounter, zu denen auch Penny und Netto gezählt werden, liegen beim Umsatz vorn. Im Handel mit Produkten des täglichen Bedarfs kamen sie laut YouGov zuletzt auf einen Marktanteil von gut 38 Prozent, die Supermärkte wie Rewe und Edeka auf rund 28,5 Prozent. Der Rest entfiel unter anderem auf SB-Warenhäuser wie Kaufland, Fachhandel und Drogerien. 

    Größter Lebensmittelhändler in Deutschland ist laut EHI Edeka. Bei den Discountern setzt Lidl zwar mehr um als Aldi Nord und Aldi Süd jeweils, zusammen liegen die beiden Aldi-Unternehmensgruppen jedoch knapp vorn. Die Marktanteile verschieben sich seit Jahren zugunsten der Discounter. Experten begründen dies damit, dass Kunden wegen der hohen Inflation preisbewusster konsumiert haben. «Für Discounter sind schlechte Zeiten gute Zeiten», sagt Handelsexperte Gerling.

    Laut YouGov kauften 44 Prozent wegen der gestiegenen Preise in den vergangenen Jahren häufiger bei Discountern ein. «Dabei zahlen sie dort für die gleichen Produkte nicht weniger als in Supermärkten. Die Discounter Aldi und Lidl haben zudem deutlich weniger Sonderangebote», sagt Smhaggle-Chef Reuter. Am besten sparen können Verbraucher demnach, wenn sie primär gezielt Aktionsprodukte kaufen.

  • Marius Borg Høiby einen Tag vor seinem Prozess festgenommen

    Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist einen Tag vor Beginn des Vergewaltigungsprozesses gegen ihn festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin der Nachrichtenagentur NTB, nachdem Untersuchungshaft beantragt worden war.

  • Marius Borg Høiby einen Tag vor seinem Prozess festgenommen

    Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist einen Tag vor Beginn des Vergewaltigungsprozesses gegen ihn festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin der Nachrichtenagentur NTB, nachdem Untersuchungshaft beantragt worden war.

  • IHK-Umfrage: Jedes vierte Unternehmen erwartet Jobabbau

    Sachsens Unternehmen blicken weiterhin überwiegend pessimistisch auf die Konjunktur. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern zum Jahresbeginn hervor, die in Dresden vorgestellt wurde. Demnach erwartet fast jedes vierte der befragten Unternehmen einen Stellenabbau (24 Prozent). Zusätzliche Stellen schaffen wollen zwölf Prozent der Unternehmen.

    «Abgesehen vom coronabedingten Einbruch im Frühjahr 2020 ist dies der schlechteste Wert seit der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahre 2009», sagte Fabian Magerl, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Leipzig. «Die sächsische Wirtschaft verharrt im Schwächemodus. Impulse sind dringend nötig.» Der IHK-Geschäftsklimaindex bleibt den Zahlen zufolge auf niedrigem Niveau und steigt im Vergleich zum Vorjahr um 2 auf 99 Punkte. 

    Besonders betroffen von der aktuellen Krisenstimmung sind den IHK-Spitzen zufolge der Automotive-Sektor, der Maschinenbau sowie die Chemieindustrie in Sachsen. Die Hoffnung auf den von der Bundesregierung angekündigten «Herbst der Reformen» sei bei den meisten Unternehmen mittlerweile überwiegend der Enttäuschung gewichen. Die IHK fordern geringere Arbeitskosten, weniger Bürokratie und einfachere Antrags- und Vergabeverfahren sowie mehr Investitionsanreize für die Wirtschaft. 

    Arbeitskosten sind meistgenannter Risikofaktor

    An der Befragung beteiligten sich 1.760 Unternehmen aus Industrie, Bau, Handel, dem Dienstleistungs- und Verkehrssektor sowie aus dem Gast- und Tourismusgewerbe mit insgesamt fast 82000 Beschäftigten. Nur 14 Prozent der Firmen rechnen künftig mit besseren Geschäften, 26 Prozent mit schlechteren. 

    Eine schwache Nachfrage und hohe Kosten drückten Umsätze und Erträge: 38 Prozent der Betriebe meldeten demnach Umsatzrückgänge, 45 Prozent eine verschlechterte Ertragslage. Das wirke sich entsprechend auch auf die Planung aus, schilderte Andreas Sperl, Präsident der IHK Dresden: «Was mich besonders umtreibt, ist, dass die Investitionsbereitschaft nicht sehr ausgeprägt ist und wir bei den Personalplanungen eher Rückgänge erwarten.» Lediglich 17 Prozent der Umfrageteilnehmer planen demnach höhere Investitionsbudgets, 28 Prozent wollen kürzen. 

    Die Entwicklung der Arbeitskosten ist in der Befragung der meistgenannte Risikofaktor – besonders in Branchen wie dem Gast- und Tourismusgewerbe und dem Verkehrssektor. Danach folgen die Inlandsnachfrage, ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie Bürokratie und Regulierung sowie die hohen Energiepreise.

  • Weinig will 400 Stellen streichen – vor allem in Deutschland

    Der Maschinenbauer Weinig will in den kommenden zwei Jahren 400 Stellen streichen. Das teilte das Unternehmen in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) mit. Es seien hauptsächlich die deutschen Standorte betroffen. Der Abbau solle sozialverträglich erfolgen. Dies bedeutet etwa die Zahlung von Abfindungen, Vorruhestand oder das Setzen auf die natürliche Fluktuation. Weinig stellt Maschinen zur Holzbearbeitung her. 

    Konkrete Angaben zur Anzahl der aktuell Beschäftigten machte das Unternehmen nicht. Auf der Homepage werden 2.483 Personen genannt. Die Weinig-Gruppe begründete den Stellenabbau mit der Wirtschaftsflaute. Die aktuelle Auftragslage bleibe hinter den Erwartungen zurück. Um das Unternehmen langfristig gesund und resilient aufzustellen, seien Anpassungen der globalen Kostenstrukturen an die veränderten Marktbedingungen notwendig. 

    Details zu dem Stellenabbau nannte das Unternehmen nicht. Nach Angaben der «Fränkischen Nachrichten» sollen zwei Standorte verlagert werden – wohin, blieb zunächst unklar. Betroffen sind demnach die Standorte Weinig Operations in Malterdingen (Kreis Emmendingen) und Weinig Grecon im südniedersächsischen Alfeld.

  • Wie die Sparkassen auf die Wirtschaft im Südwesten blicken

    Aufgehelltes Geschäftsklima, mehr Kreditzusagen: Trotz großer Herausforderungen sehen die Sparkassen im Südwesten erste zarte Hinweise auf eine Wirtschaftserholung. Baden-Württemberg sei ein industrie- und exportstarkes Bundesland, sagte Sparkassenpräsident Matthias Neth in Stuttgart. Ein hoher Anteil an Wertschöpfung komme aus dem Maschinen- und Automobilbau. In diesen Bereichen sehe man unter anderem durch die Zoll- und Handelspolitik der USA und wachsenden Konkurrenzdruck aus China «einen regelrechten Strukturbruch».

    2025 sei die Wirtschaftsleistung im Land laut aktuellen Einschätzungen zum dritten Mal in Folge rückläufig gewesen, sagte Neth. Das müsse man in aller Nüchternheit festhalten. Die Erwartungen an das laufende Jahr seien etwas besser, auch das Geschäftsklima habe sich zuletzt aufgehellt. Die Besserung spiele sich aber auf einem «viel zu niedrigen Niveau» ab, sagte der Sparkassenpräsident. 

    Eine neue Landesregierung müsse sich auf die wesentlichen Zuständigkeiten besinnen, die das Land habe. Unter anderem müsse das Thema Bürokratie angegangen werden. Aber auch Hochschulthemen seien wichtig. Es könne nicht sein, dass die Grundlagenforschung, aber nicht das daraus resultierende Produkt in Baden-Württemberg stattfinde, sagte Neth.

    Mehr Kreditzusagen an Unternehmen

    In den Geschäftszahlen der Südwest-Sparkassen zeigen sich aber auch erste positive Entwicklungen: 2025 haben die Institute Kredite in Höhe von rund 15,5 Milliarden Euro an Unternehmen und Selbstständige zugesagt – ein Plus von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon entfielen fast 12 Milliarden Euro auf Betriebsmittel und Investitionen. Nach drei Jahren Rezession lasse das auf eine gewisse Belebung hoffen, sagte Neth. Tragfähige Vorhaben würden auch in unsicheren Zeiten finanziert. «Wir sind auch fähig und bereit für mehr».

    Angesichts der Wirtschaftslage und der Zunahme von Insolvenzen sicherten sich die Sparkassen aber auch gegen Kreditausfälle ab. Dafür wurden 2025 nach vorläufigen Zahlen 435 Millionen Euro zurückgelegt. «Wir spüren, dass das Wirtschaftsleben in Baden-Württemberg gerade unter Druck ist», sagte Neth. Oft gehe es um mittelständischen Kunden wie Zulieferern von Zulieferern, die Probleme hätten. Die Risikovorsorge falle zwar niedriger aus als in früheren Jahren. Dennoch sei es ein Wert, der ihn besorge.

    Wachstum verzeichnete der Sparkassenverband unter anderem auch bei den privaten Wohnbaukrediten, den Wertpapierumsätzen und Kundeneinlagen. Die Bilanzsumme stieg 2025 um 1,7 Prozent auf 254,3 Milliarden Euro. Der Gewinn unter dem Strich lag mit rund 1,5 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Nach eigenen Angaben haben die 50 Sparkassen landesweit gut 1.670 Filialen und mehrere Millionen Privat- und Unternehmenskunden.