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  • Die Metall- und Elektroindustrie in Bayern schrumpft

    Die bayerische Metall- und Elektroindustrie ist auf Talfahrt. Im ersten Quartal sanken sowohl die Beschäftigung als auch die Produktion in der wichtigen Branche, wie die Arbeitgeberverbände bayme vbm mitteilen. 845.000 Beschäftigte waren rund 3000 weniger als im Vorquartal und 17.000 weniger als vor einem Jahr. Vergleicht man mit dem Januar 2024, dem letzten Zwischenhoch, sind inzwischen sogar fast 30.000 Stellen verloren gegangen. 

    Und die Aussichten sind nicht gut: «Wir erwarten, dass sich der Abbau von Arbeitsplätzen in den kommenden Monaten fortsetzt», sagt Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. «Die Kurzarbeit sinkt ebenfalls. Das mag auf den ersten Blick überraschend sein, die Ursache ist jedoch alarmierend: Da die Krise so lange anhält, bleibt vielen Betrieben nur noch die Möglichkeit, Beschäftigung abzubauen, statt sie mit Hilfe des Kurzarbeitergelds zu halten.»

    Die Produktion sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 Prozent und damit noch stärker als die Beschäftigung. Unter anderem gab es laut bayme vbm deutliche Einbußen von rund 8 Prozent bei den beiden größten Wirtschaftszweigen, der Kfz-Industrie und dem Maschinenbau. Im sonstigen Fahrzeugbau ging es allerdings mit 10 Prozent deutlich nach oben. Er profitiere «von einer konstant hohen Nachfrage nach zivilen Luftfahrzeugen sowie steigenden Ausgaben für Rüstungsgüter», heißt es. 

    Dramatische Lage und ein Lichtblick

    «Die Lage ist dramatisch», sagt Brossardt. «Einen Lichtblick bilden zumindest die Neuaufträge, die seit einiger Zeit vorsichtig aufwärts gerichtet sind.» Allerdings sei das Auftragsvolumen weiter auf niedrigem Niveau, sodass die Betriebe weiter mit Überkapazitäten zu kämpfen hätten.

    Nachdem sich die wirtschaftliche Lage und Stimmung in der Metall- und Elektroindustrie in der zweiten Jahreshälfte 2025 vorsichtig stabilisiert habe, sorge der Iran-Krieg nun für eine erneute wirtschaftliche Zäsur, fasst Brossardt zusammen. «Geopolitische Krisen haben die bayerische M+E Industrie weiter fest im Griff, denn zwei Drittel ihrer Umsätze macht sie auf Auslandsmärkten.»

    Zudem kämpften die Unternehmen damit, dass die Standortbedingungen im Inland nicht mehr wettbewerbsfähig seien, klagt Brossardt. «Bis zum Sommer muss die Bundesregierung den Reform-Turbo zünden, um den Dauerstillstand der vergangenen Jahre zu beenden. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.»

  • Kubicki zum neuen FDP-Vorsitzenden gewählt

    Wolfgang Kubicki ist neuer Bundesvorsitzender der FDP. Der 74-Jährige setzte sich beim Parteitag in Berlin in einer Kampfabstimmung gegen die Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Diese kandidierte überraschend gegen ihn.

  • Ex-Minister Scheuer soll nach Maut-Debakel vor Gericht

    Der frühere Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer soll sich wegen des Vorwurfs einer Falschaussage im Zusammenhang mit der gescheiterten Pkw-Maut vor Gericht verantworten. Das Landgericht Berlin hat eine entsprechende Anklage zugelassen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Der ehemalige CSU-Minister weist den Vorwurf zurück.

  • FC Liverpool trennt sich von Cheftrainer Slot

    Der englische Fußball-Topclub FC Liverpool hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Arne Slot getrennt. Das teilte der Verein wenige Tage nach dem letzten Saisonspiel der «Reds» mit.

  • Deutscher Filmpreis geht an «In die Sonne schauen»

    Das Drama «In die Sonne schauen» von Mascha Schilinski ist beim Deutschen Filmpreis mit der Goldenen Lola ausgezeichnet worden. Das gab die Deutsche Filmakademie in Berlin bekannt.

  • Zahl der Arbeitslosen sinkt wieder unter drei Millionen

    Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um 58.000 auf 2,95 Millionen gesunken und unterschreitet damit wieder die Marke von drei Millionen. Die Zahl ist jedoch um 31.000 höher als im Mai 2025, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg in ihrer Mai-Statistik mit. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 6,3 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im April aber auch 0,1 Punkte höher als im Mai 2025.

  • Höhlendrama in Laos: Restliche vier Goldsucher in Sicherheit

    Vier tagelang in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossene Goldsucher sind wieder frei und in Sicherheit. Sie hätten es am Nachmittag (Ortszeit) allein geschafft, sich aus dem Berg zu befreien, sagte der an der Rettungsmission beteiligte Höhlentaucher Josh Richards der Deutschen Presse-Agentur. Auch der US-Sender CNN bestätigte diese Angaben.

  • Höhlendrama in Laos: Erster Goldsucher geborgen

    Der erste von fünf in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossenen Goldsucher ist geborgen worden. Er sei am Abend (Ortszeit) erfolgreich aus dem Berg geholt worden, berichteten der Sender CNN und die thailändische Rettungseinheit MTK übereinstimmend. Die weiteren Eingeschlossenen sollen nun nach und nach aus der Höhle geholt werden.

  • Prozess um Swift-Konzerte: 15 Jahre Haft für Islamisten

    Für seine Anschlagspläne auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien und für die Bildung einer Terrorzelle ist ein 21-jähriger Islamist zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Landesgericht Wiener Neustadt sah es als erwiesen an, dass der Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln im August 2024 Fans des US-Stars vor dem Ernst-Happel-Stadion attackieren wollte.

  • EU-Kommission will Milliarden für Ungarn freigeben

    Nach dem Regierungswechsel in Ungarn will die Europäische Kommission festgesetzte EU-Mittel in Höhe von bis zu 16,4 Milliarden Euro für das Land freigeben. Der Großteil des Geldes solle fließen, wenn von Ungarn beschlossene Reformen und Investitionen umgesetzt seien, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.