Ein in Hagen festgenommener mutmaßlicher Russland-Spion ist in Untersuchungshaft. Der Ukrainer soll laut Bundesanwaltschaft im Auftrag eines russischen Geheimdienstes Informationen über einen Mann aus Deutschland gesammelt haben, der sich nach Beginn des russischen Angriffskrieges für ukrainische Streitkräfte an Kampfhandlungen beteiligt hat.
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Vom Gamer zum Gründer: Wie ein Start-up aus Köln Gaming immersiver macht (FOTO)
Mit XYRAS bringt der Kölner Programmierer Sebastian Glomb nach jahrelanger Entwicklungsarbeit den weltweit ersten Headtracker auf den Markt, der plattformübergreifend auf Playstation, Xbox und PC funktioniert. Er übersetzt die kleinsten Kopfbewegungen in eine flüssige Kamerasteuerung: In Renn- und Flugsimulationen entsteht so ein deutlich realistischeres immersives Gefühl, in Shooter-Games wird das Zielen schneller und intuitiver. Die Einrichtung erfolgt unkompliziert über einen kompakten Bewegungssensor, der am Kopfhörer angebracht wird.
Wenn Sebastian Glomb vom Gaming spricht, geht es ihm vor allem um das Erleben digitaler Welten. Besonders immersive Spiele wie Flug- und Weltraumsimulationen haben es dem Kölner angetan. Dort entscheidet die Perspektive darüber, ob sich ein virtuelles Cockpit real anfühlt“, sagt Glomb. Genau hier entstand bei ihm oft Frust: „Die verfügbaren Systeme, um Spiele immersiver zu machen, waren entweder teuer oder technisch umständlich. Virtual-Reality-Brillen sind zwar eindrucksvoll, aber nicht überall einsetzbar und für längere Spielsessions oft unbequem. Als Spielender agiere ich entweder bewegungseingeschränkt oder entkoppelt von der realen Welt. Eine Lösung, die all diese Probleme adressiert, fehlte bisher.“
Aus dieser persönlichen Erfahrung heraus entwickelte der passionierte Gamer erste Prototypen zunächst für den Eigengebrauch. Parallel zu seinem Maschinenbaustudium lötete und programmierte er die erste Version des Headtrackers XYRAS. „Als klar wurde, wie natürlich sich das Spielen plötzlich anfühlt, entschloss ich mich, das Produkt auf den Markt zu bringen“, so Glomb. Gemeinsam mit seinem Vater, Reiner Glomb, gründeten sie daraufhin das Start-up G-Vision.
Entwickelt und gefertigt wird XYRAS vollständig in Deutschland. In Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum und unterstützt durch zwei ZIM-Förderprojekte wurde die Technologie bis zur Serienreife gebracht. Reiner Glomb verantwortet heute die Koordination von Partnern und die operative Umsetzung. Der Markteintritt erfolgte im Dezember 2025 mit einem Soft-Launch im deutschen Online-Handel, langfristig soll das Produkt weltweit vertrieben werden.
Immersive Spielerlebnisse gelten seit Jahren als einer der wichtigsten Trends in der Gaming-Branche. Mit XYRAS zeigt ein junges Start-up aus Deutschland, dass technologische Innovation und neue Spielerlebnisse nicht nur im Silicon Valley, sondern auch hierzulande entstehen können.
Pressekontakt: Chris Flato chris.flato@yellowhouse.gmbh
Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: G-Vision
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Iran-Krieg treibt Inflationsrate im März auf 2,7 Prozent
Mit dem Iran-Krieg und dem Ölpreisschock hat die Inflation in Deutschland deutlich angezogen. Im März lag die Teuerungsrate bei 2,7 Prozent, nach 1,9 Prozent im Februar, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Daten mitteilte.
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Frühjahrsbelebung auf Arbeitsmarkt ohne großen Schwung
Ein bisschen Hoffnung, aber noch keine Wende: Der März hat am Arbeitsmarkt für eine erste leichte Belebung gesorgt, wenngleich Experten noch keine durchgreifende Erholung erkennen. «Von einer Frühjahrsbelebung ist am Arbeitsmarkt noch nicht viel zu spüren», sagte etwa der Arbeitsmarktexperte von Deutsche Bank Research, Marc Schattenberg.
Belebung ohne Schwung
«Im März beginnt wie üblich die Frühjahrsbelebung – dieses Jahr allerdings ohne nennenswerten Schwung», sagte auch die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles. Sie präsentierte mit 3,021 Millionen erneut eine Zahl von mehr als drei Millionen Arbeitslosen. Allerdings: Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen immerhin um 49.000 gesunken – stärker als in den drei Jahren zuvor.
Im Vergleich zum selben Zeitpunkt des Vorjahres bedeutet das jedoch ein Plus von 54.000 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote sank im März gegenüber Februar um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent. Für die März-Statistik zog die Bundesagentur Datenmaterial heran, das bis zum 12. des Monats vorgelegen hatte.
Iran-Krieg-Auswirkungen noch nicht berücksichtigt
Die Bundesagentur sieht derzeit lediglich saisonale Ursachen für die leichte Belebung, konjunkturelle Gründe seien bisher nicht zu erkennen. Die Situation im Iran habe sich in den bisherigen Zahlen noch nicht niedergeschlagen – womöglich ein Grund zur Sorge. Denn die Auswirkungen von Ölpreisschock und wachsender Unsicherheit könnten in den nächsten Monaten noch deutlich wirken und sich etwa in der Zurückhaltung bei der Einstellung neuer Beschäftigter zeigen.
«Es steht zu befürchten, dass neben den hausgemachten Problemen in Kürze auch der Iran-Krieg voll auf den deutschen Arbeitsmarkt durchschlagen wird», sagte der Arbeitsmarkt-Experte der Linke-Bundestagsfraktion, Pascal Meiser. Er forderte die Abkehr von fossilen Energieträgern und die Stärkung unterer und mittlerer Einkommen zur Stärkung der Binnennachfrage.
Die monatliche Studie der Marktforschungsinstitute GfK und NIM zum Konsum in Deutschland hatte bereits vor Tagen Alarmsignale gesendet, weil die Erwartungen der Deutschen zum Einkommen eingebrochen waren und bei den Verbrauchern Inflationsängste vorherrschen.
«Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, auch durch weitere internationale Unsicherheiten», sagte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). «Umso wichtiger ist, dass wir jetzt gezielt gegensteuern. Mit dem Investitionspaket von 500 Milliarden Euro setzen wir einen starken Impuls für Beschäftigung und wirtschaftliche Stabilität.» Gleichzeitig würden Betriebe und Beschäftigte im Wandel unterstützt mit Qualifizierung, Weiterbildung und Instrumenten, die direkte Übergänge in neue Arbeit erleichterten.
Maschinenbauverband will Sozialbeiträge senken
Der Verband der Maschinenbauindustrie (VDMA) übte Kritik an politischen Entscheidungen. «Während der Staat Jobs schafft, baut die Industrie sie ab. Das ist ein strukturelles Problem», sagte VDMA-Vertreter Fabian Seus. «So wird der wirtschaftliche Aufschwung nicht gelingen.»
Nötig seien niedrigere Sozialversicherungsbeiträge und mehr Flexibilität. «Staatliche Investitionen sind kein Selbstläufer. Wer Milliarden in die Wirtschaft pumpt, ohne gleichzeitig die strukturellen Bremsklötze zu entfernen, wird wenig bewegen, jedoch viel verpulvern», sagte Seus. «Die Rechnung dafür zahlen am Ende unsere nachfolgenden Generationen.»
Im Monat März erhielten nach Zahlen der Bundesagentur 1,104 Millionen Menschen Arbeitslosengeld, 98.000 mehr als im März 2025. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldempfänger belief sich einer Hochrechnung der Bundesagentur zufolge auf 3,82 Millionen – 147.000 weniger als ein Jahr zuvor. Viele Bürgergeldempfänger arbeiten, der Verdienst muss jedoch mit Hilfe von Bürgergeld aufgestockt werden, um die Kosten des Lebensunterhaltes zu decken.
Arbeitskräftenachfrage auf niedrigem Niveau stabil
Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich den Angaben der Bundesagentur zufolge auf niedrigem Niveau stabilisiert. Bei den Arbeitsagenturen waren im März insgesamt 638.000 freie Stellen gemeldet, das sind 5.000 weniger als noch vor einem Jahr. Es bleibt für Arbeitslose somit weiter schwierig, eine neue Stelle zu finden.
Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es weiterhin eine deutliche Deckungslücke. 213.000 junge Leute hatten bis März weder eine Lehrstelle noch eine Alternative gefunden – und das, obwohl mit 366.000 gemeldeten Ausbildungsplätzen mehr Stellen zur Verfügung stehen, als rechnerisch für die 332.000 Bewerber nötig werden. Allerdings unterliegt die Zahl der gemeldeten Stellen einer statistischen Problematik bei der Bundesagentur – die tatsächliche Zahl dürfte Schätzungen zufolge um etwa acht Prozent höher liegen.
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Drei Leichen bei Nürnberg gefunden
In Pommelsbrunn bei Nürnberg sind die Leichen eines Mannes, einer Frau und eines Kindes gefunden worden. Ob es sich bei den Toten um die Mitglieder einer Familie handelt, konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht sagen. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.
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Befreiter Buckelwal erneut gestrandet
Der vor Timmendorfer Strand freigekommene Buckelwal ist erneut gestrandet. Der Meeressäuger liegt nun auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht, wie eine Greenpeace-Sprecherin bestätigte.
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Kind stirbt nach Messerangriff – Verdächtiger festgenommen
Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in Witten (NRW) ist ein Kind durch Messerstiche getötet worden. Die Mutter und Schwester des Kindes wurden schwer verletzt, wie ein Sprecher der Polizei auf dpa-Nachfrage mitteilte. Der tatverdächtige Vater der Kinder wurde festgenommen.
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Buckelwal befreit sich in der Nacht von Ostsee-Sandbank
Der vor Timmendorfer Strand auf einer Sandbank festsitzende Buckelwal hat sich in der Nacht zum Freitag befreit. Dies bestätigte der Biologe Robert Marc Lehmann. Am Donnerstag hatten Experten vor Ort an einer Rinne für das Tier gearbeitet.
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Paarlauf-Duo Hase/Volodin gewinnt erstmals WM-Gold
Minerva Hase und Nikita Volodin haben in Prag erstmals Gold bei Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften gewonnen. Fünf Wochen nach Olympia-Bronze siegte das Duo im Paarlauf-Wettbewerb und holte damit den ersten WM-Titel für Deutschland seit 2018.
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Trump verlängert Iran-Ultimatum erneut
US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut verlängert. Bis zum Abend des 6. Aprils (US-Ostküstenzeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf «sehr gute» Gespräche auf der Plattform Truth Social an.