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  • Das ist der neue Bosch-Chef Christian Fischer

    Kein Ingenieur, sondern Kaufmann: Der künftige Bosch-Chef Christian Fischer ist kein klassisches Eigengewächs des Technologiekonzerns. Er übernimmt den Posten am 1. Juli – und steht dann erst als achter Manager an der Spitze nach Gründer Robert Bosch. Der 58 Jahre alte gebürtige Hamburger steht vor großen Herausforderungen.

    Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.

    In Stuttgart studiert und promoviert

    Der verheiratete Vater von zwei Töchtern, der eng mit Stuttgart verbunden ist, muss es nun richten. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim und promovierte gleichfalls dort. 

    Seine berufliche Karriere startete er einst bei Bosch als Trainee. Über Stationen beim Beratungsunternehmen Roland Berger, Walter Bau, Smartrac und wieder Roland Berger kam er 2018 zurück zu Bosch direkt in die Geschäftsführung. Seit Januar 2022 ist der Manager stellvertretender Bosch-Chef und unter anderem für die Konsumgüter, strategische Wachstumsinitiativen und das Afrika-Geschäft zuständig.

    Fischer fädelte unter anderem diskret den Zukauf des Heizungs-, 
    Lüftungs- und Klimageschäfts von Johnson Controls und Hitachi – der größten 
    Akquisition der Unternehmensgeschichte – ein. Das sieht das Unternehmen als eines der zentralen Zukunftsfelder. Fischer habe in den vergangenen Jahren 
    bewiesen, dass er strategisch denke, unternehmerisch handele und weitsichtig 
    führe, sagte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer.

    Großer Stellenabbau geplant

    Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. Fischer wird in einer Mitteilung mit den Worten zitiert: «Wir müssen unsere Transformationsanstrengungen darauf ausrichten, Entscheidungen mit großer Entschlossenheit treffen und auch Innovationen schnell in Produkte und Märkte bringen. Ich bin überzeugt, das wird uns bei Bosch auch in Zukunft gelingen.»

  • Bericht: VW verschärft Sparkurs – Widerstand angekündigt

    Zwei Jahre nach dem erbitterten Tarifkonflikt steht VW offenbar vor einem erneuten Streit um Einsparungen: Einem Medienbericht zufolge will Konzernchef Oliver Blume den Sparkurs noch einmal deutlich verschärfen. Bereits Anfang Juli soll der Aufsichtsrat darüber beraten. Gewerkschaft und Betriebsrat kündigten umgehend Widerstand gegen die Pläne an.

    Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werke in Deutschland könnten sogar komplett schließen, schreibt das «Manager Magazin». Die Pläne seien Teil des neuen Zielbilds 2030, das der Vorstand am Mittwoch behandelt habe. Das letzte Wort habe nun der Aufsichtsrat, der am 9. Juli darüber beraten solle.

    IG Metall schlägt Alarm

    IG Metall und VW-Betriebsrat zeigten sich entsetzt und kündigten umgehend Widerstand dagegen an. «Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern», heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschefin Daniela Cavallo. 

    «Die erneuten Medienberichte verunsichern unsere Belegschaft und unsere Standortregionen zu Recht», heißt es in der Mitteilung. «Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen.» 

    Bei der Aufsichtsratssitzung im Juli droht damit ein heftiger Schlagabtausch: Arbeitnehmervertreter stellen dort die Hälfte der Mitglieder, IG-Metall-Chefin Benner ist sogar stellvertretende Vorsitzende des Gremiums. Zusammen mit den beiden Vertretern des Landes Niedersachsen sind sie in der Mehrheit. Das Land ist mit 20 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt und hat bei wichtigen Entscheidungen ein Veto-Recht.

    Niedersachsen will Werksschließungen verhindern

    Auch das Land Niedersachsen sprach sich bereits gegen Standortschließungen aus. «Das Land Niedersachsen wird keiner Entwicklung zustimmen, die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt», teilten Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und seine Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (Grüne) mit. 

    «Die Zukunft von Volkswagen wird nicht dadurch gewonnen, dass man immer neue Werksschließungen oder immer größere Stellenabbauprogramme in den Fokus stellt», heißt es in ihrer gemeinsamen Stellungnahme. «Über konkrete Maßnahmen wird der Aufsichtsrat beraten und entscheiden», so die beiden Politiker, die das Land in dem VW-Kontrollorgan vertreten. «Das Land Niedersachsen wird seine Verantwortung dort mit der gebotenen Sorgfalt wahrnehmen.»

    Droht vier Werken das Aus?

    Bei den vier Werken, die dem Bericht zufolge «mittelfristig» schließen könnten, handelt es sich um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie den Audi-Standort Neckarsulm. Der dortige Betriebsrat kündigte ebenfalls umgehend Widerstand dagegen an: «Eine Schließung des Werks Neckarsulm steht für uns als Arbeitnehmervertretungen nicht zur Debatte», hieß es in einer ersten Stellungnahme.

    Ein konkretes Datum für die Maßnahmen nannte das «Manager Magazin» nicht. Bis mindestens 2030 gilt an den deutschen Konzernstandorten eine Beschäftigungssicherung, die mit der IG Metall vereinbart wurde.

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zeigte sich besorgt. «Das darf sich so nicht realisieren», sagte der CDU-Politiker. Sein Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) will eine mögliche Schließung des Standorts Zwickau nicht hinnehmen. «Wir werden um das Werk, um die Arbeitsplätze kämpfen. Das steht außer Frage», sagte er. Kritik kam auch aus der Politik in Berlin. «Der geplante Stellenabbau bei VW ist eine bodenlose Sauerei», sagte Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner. 

    Konzern plant «umfassende Transformation»

    Der Konzernvorstand habe «in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet», bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. «Es geht darum, das Unternehmen insgesamt effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen.» 

    Ziel sei eine «umfassende Transformation», so der Sprecher weiter. «Der gesamte Konzern – inklusive Marken und Gesellschaften – muss sich tiefgreifend verändern.» Im nächsten Schritt solle dies nach Befassung des Aufsichtsrats in die Umsetzung gebracht werden. Details zu konkreten Maßnahmen nannte der Sprecher nicht.

    Blume: VW braucht neues Geschäftsmodell

    Konzernchef Oliver Blume hat in den vergangenen Monaten wiederholt erklärt, dass das bisherige Geschäftsmodell von VW so nicht mehr funktioniere, der Konzern sich neu aufstellen müsse und die Kosten weiter sinken müssten. «Wir werden jeden Stein umdrehen», hatte Blume bereits im Frühjahr angekündigt. Bisher hatte er es aber vermieden, Details zu möglichen Einsparungen zu nennen.

    Sparen will der Konzern dem «Manager Magazin» zufolge auch bei der Modellpalette: Die Zahl der Fahrzeugmodelle im Konzern solle von bisher 150 auf weniger als 100 sinken. Auch ein mögliches US-Werk von Audi würde dem Rotstift zum Opfer fallen. Stattdessen solle Audi bei der neuen US-Marke Scout unterkommen.

    Abbau von 37.000 Stellen fix 

    Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt, davon 35.000 bei der Kernmarke VW. In Dresden ist die Fahrzeugproduktion jüngst ausgelaufen, für Osnabrück sucht der Konzern derzeit nach einer Lösung, wenn dort im kommenden Jahr die Cabrio-Fertigung ausläuft.

    Zuletzt war es bei VW 2024 zum heftigen Tarifstreit gekommen. Mehrmals legte die IG Metall mit Warnstreiks die Produktion lahm. Erst kurz vor Weihnachten kam es nach einem einwöchigen Verhandlungsmarathon zum Kompromiss. Betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen, der Stellenabbau erfolgt vor allem über Altersteilzeit und Abfindungsprogramme. 

    Konzernweit haben bereits mehr als 37.000 Beschäftigte unterschrieben, wie ein Konzernsprecher bestätigte. Zuvor hatte das «Handelsblatt» berichtet.

  • Tesla will Produktion ankurbeln – 1.000 neue Mitarbeiter

    Der US-Elektroautobauer Tesla will seine Produktion im Werk Grünheide bei Berlin stärker hochfahren. Das Unternehmen teilte mit, weitere 1.000 Beschäftigte einzustellen und ab Oktober die Produktion auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche zu steigern. Im April hatte Tesla bereits die Einstellung von 1.000 neuen Mitarbeitern angekündigt.

  • Das ist der neue Bosch-Chef Christian Fischer

    Kein Ingenieur, sondern Kaufmann: Der künftige Bosch-Chef Christian Fischer ist kein klassisches Eigengewächs des Technologiekonzerns. Er übernimmt den Posten am 1. Juli – und steht dann erst als achter Manager an der Spitze nach Gründer Robert Bosch. Der 58 Jahre alte gebürtige Hamburger steht vor großen Herausforderungen.

    Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.

    In Stuttgart studiert und promoviert

    Der verheiratete Vater von zwei Töchtern, der eng mit Stuttgart verbunden ist, muss es nun richten. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim und promovierte gleichfalls dort. 

    Seine berufliche Karriere startete er einst bei Bosch als Trainee. Über Stationen beim Beratungsunternehmen Roland Berger, Walter Bau, Smartrac und wieder Roland Berger kam er 2018 zurück zu Bosch direkt in die Geschäftsführung. Seit Januar 2022 ist der Manager stellvertretender Bosch-Chef und unter anderem für die Konsumgüter, strategische Wachstumsinitiativen und das Afrika-Geschäft zuständig.

    Fischer fädelte unter anderem diskret den Zukauf des Heizungs-, 
    Lüftungs- und Klimageschäfts von Johnson Controls und Hitachi – der größten 
    Akquisition der Unternehmensgeschichte – ein. Das sieht das Unternehmen als eines der zentralen Zukunftsfelder. Fischer habe in den vergangenen Jahren 
    bewiesen, dass er strategisch denke, unternehmerisch handele und weitsichtig 
    führe, sagte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer.

    Großer Stellenabbau geplant

    Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. Fischer wird in einer Mitteilung mit den Worten zitiert: «Wir müssen unsere Transformationsanstrengungen darauf ausrichten, Entscheidungen mit großer Entschlossenheit treffen und auch Innovationen schnell in Produkte und Märkte bringen. Ich bin überzeugt, das wird uns bei Bosch auch in Zukunft gelingen.»

  • Das ist der neue Bosch-Chef Christian Fischer

    Kein Ingenieur, sondern Kaufmann: Der künftige Bosch-Chef Christian Fischer ist kein klassisches Eigengewächs des Technologiekonzerns. Er übernimmt den Posten am 1. Juli – und steht dann erst als achter Manager an der Spitze nach Gründer Robert Bosch. Der 58 Jahre alte gebürtige Hamburger steht vor großen Herausforderungen.

    Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.

    In Stuttgart studiert und promoviert

    Der verheiratete Vater von zwei Töchtern, der eng mit Stuttgart verbunden ist, muss es nun richten. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim und promovierte gleichfalls dort. 

    Seine berufliche Karriere startete er einst bei Bosch als Trainee. Über Stationen beim Beratungsunternehmen Roland Berger, Walter Bau, Smartrac und wieder Roland Berger kam er 2018 zurück zu Bosch direkt in die Geschäftsführung. Seit Januar 2022 ist der Manager stellvertretender Bosch-Chef und unter anderem für die Konsumgüter, strategische Wachstumsinitiativen und das Afrika-Geschäft zuständig.

    Fischer fädelte unter anderem diskret den Zukauf des Heizungs-, 
    Lüftungs- und Klimageschäfts von Johnson Controls und Hitachi – der größten 
    Akquisition der Unternehmensgeschichte – ein. Das sieht das Unternehmen als eines der zentralen Zukunftsfelder. Fischer habe in den vergangenen Jahren 
    bewiesen, dass er strategisch denke, unternehmerisch handele und weitsichtig 
    führe, sagte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer.

    Großer Stellenabbau geplant

    Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. Fischer wird in einer Mitteilung mit den Worten zitiert: «Wir müssen unsere Transformationsanstrengungen darauf ausrichten, Entscheidungen mit großer Entschlossenheit treffen und auch Innovationen schnell in Produkte und Märkte bringen. Ich bin überzeugt, das wird uns bei Bosch auch in Zukunft gelingen.»

  • Bosch-Chef Stefan Hartung geht vorzeitig

    Überraschender Chefwechsel bei Bosch: Stefan Hartung tritt ab. Der 60-Jährige lege zum 30. Juni auf eigenen Wunsch sein Mandat als Vorsitzender der Geschäftsführung nieder, teilte der Technologiekonzern in Gerlingen bei Stuttgart mit. Hartung wolle sich künftig neuen gesellschaftlichen und unternehmerischen Aufgaben außerhalb der Bosch-Gruppe widmen. Sein Nachfolger soll der bisherige Vize-Chef Christian Fischer werden.

    Der Wechsel geschieht demnach in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit der obersten Ebene bei Bosch. «Die Gesellschafter und der Aufsichtsrat bedauern die Entscheidung von Stefan Hartung und danken ihm ausdrücklich für seine großen Verdienste bei der umsichtigen Führung des Unternehmens in einer außergewöhnlich anspruchsvollen Phase», teilte Aufsichtsratschef Stefan Asenkerschbaumer mit. Hartung habe die kraftvolle Weiterentwicklung von Bosch gezielt fortgesetzt. 

    «Wir respektieren die persönliche Entscheidung von Stefan Hartung und wünschen ihm viel Erfolg für seine Zukunft», wird Asenkerschbaumer weiter zitiert. Der Manager ist zugleich geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG, dem Machtzentrum des Konzerns. Sie hält mehrheitlich die Stimmrechte an dem weltgrößten Autozulieferer. 

    Vertrag war erst verlängert worden

    Bosch hatte den Vertrag von Hartung erst im vergangenen Herbst verlängert. Details wurden damals nicht genannt. Aber dem Vernehmen nach wurde eine Laufzeit bis 2031 vereinbart. Der gebürtige Dortmunder und frühere McKinsey-Manager hat seine Bosch-Karriere 2004 bei der Hausgeräte-Tochter BSH begonnen. Seit 2013 war Hartung Teil der Geschäftsführung. 

    Den Chefposten des Stiftungskonzerns übernahm er Anfang 2022. Mit dem vorzeitigen Weggang beendet der promovierte Maschinenbauer als siebter Chef nach Gründer Robert Bosch seine Tätigkeit in dem Unternehmen, das neben Autoteilen, Halbleitern, Hausgeräten und Elektrowerkzeugen auch Industrie- und Gebäudetechnik herstellt.

    Der neue Bosch-Chef Fischer verantwortete zuletzt die Konsumgütersparte – und war so etwas wie der Chefstratege der Gruppe. Die berufliche Karriere des 58-Jährigen startete einst bei den Schwaben als Trainee. Über Stationen bei der Unternehmensberatung Roland Berger, Walter Bau, Smartrac und wieder Roland Berger kam der promovierte Wirtschaftswissenschaftler 2018 zurück zu Bosch – direkt in die Geschäftsführung. Die Stellvertreter-Position teilen sich demnach in Zukunft zwei Manager: Finanzgeschäftsführer Markus Forscher und der Chef der Zuliefersparte, Markus Heyn.

    Bosch steckt in der Krise

    Die schwierige Wirtschaftslage hat im vergangenen Jahr mit voller Wucht bei Bosch durchgeschlagen. Der weltweit größte Autozulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich – wo ihm unter anderem der schleppende Wandel zur E-Mobilität zusetzt – sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. So halten sich zum Beispiel viele Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der aktuellen Wirtschaftslage beim Kauf von Geräten wie Kühlschränken, Backöfen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zurück.

    Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte Zulieferbereich will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen – unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge. 

    Die Kosten für den beispiellosen Stellenabbau haben – neben den US-Zöllen und Steuereffekten – auch die Geschäftszahlen der Schwaben schwer belastet. Insgesamt schlugen die Programme mit 2,7 Milliarden Euro zu Buche, vor allem in Form von Rückstellungen. Im vergangenen Jahr musste Bosch daher erstmals seit 2009 einen Nachsteuerverlust in Höhe von 363 Millionen Euro verbuchen. Bereits in Vorjahr hatte sich der Gewinn halbiert. Der Umsatz stieg 2025 nur leicht auf 91 Milliarden Euro. Damit lag das Unternehmen auch deutlich hinter den eigenen Erwartungen.

    Wird 2026 für Bosch besser?

    Für das laufende Jahr rechnete Bosch zuletzt – trotz der schwierigen Lage der Weltwirtschaft – mit etwas besseren Geschäften. Im ersten Quartal lag der Umsatz demnach etwa auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr peilte das Management ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent an. Davon soll auch wieder mehr Gewinn übrig bleiben.

  • Präsidentin: Mindestens 164 Tote bei Erdbeben in Venezuela

    Nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten nach Angaben der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf mindestens 164 gestiegen. Mindestens 971 Menschen wurden verletzt, wie Rodríguez im Sender VTV mitteilte.

  • Rekord für wärmste Nacht in Deutschland eingestellt

    Die vergangene Nacht zieht nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit der wärmsten Nacht in Deutschland seit Beginn der Messungen gleich. Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern fiel die Temperatur nicht unter 26,2 Grad. Bisheriger Rekordhalter war der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz, wo die Temperatur am 25. Juli 2019 ebenfalls nicht unter 26,2 Grad gesunken war.

  • Jurist Sands erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

    Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Er arbeitet als Menschenrechtsanwalt am Internationalen Gerichtshof in Den Haag.

  • Vertriebsautomatisierung im Mittelstand: Dr. Alexander Nichau von der niologic GmbH verrät, wie KI Angebote, Preise und Aufträge in Sekunden vorbereitet (FOTO)

    Millioneninvestitionen in ERP-Systeme, digitalisierte Prozesse und moderne IT-Landschaften – für viele mittelständische Unternehmen schien die Welt lange Zeit in Ordnung. Doch steigender Wettbewerbsdruck, Fachkräftemangel und der aktuelle KI-Boom stellen diese vermeintliche Komfortzone zunehmend infrage. Wer jetzt auf die falsche Strategie setzt, riskiert hohe Kosten, langwierige IT-Projekte und wertvolle Marktanteile. Wie aber gelingt der Weg zu mehr Effizienz, ohne bestehende Systeme komplett auf den Kopf zu stellen?

    Das ERP-System läuft, die Kundendaten sind gepflegt, die Produkte sind angelegt – auf den ersten Blick scheint also alles in Ordnung. So sieht der Alltag in vielen mittelständischen Handels-, Großhandels-, Maschinenbau-, Industrie- und Logistikunternehmen aus. In den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren wurde viel in die Digitalisierung investiert. Entsprechend groß ist die Erwartung, dass die vorhandenen Systeme heute auch einen schnellen und effizienten Vertrieb ermöglichen. Im Tagesgeschäft zeigt sich jedoch häufig ein anderes Bild: Kundenanfragen werden noch immer manuell aus E-Mails, PDF-Dateien, Telefonnotizen oder Excel-Tabellen übernommen und ins ERP-System übertragen. Anschließend durchlaufen Angebote mehrere Prüf- und Freigabeschritte, an denen oft vier oder fünf Personen beteiligt sind. Selbst in gut digitalisierten Unternehmen dauert dieser Prozess häufig rund vier Stunden, in anderen Betrieben sogar mehrere Tage. „Wer seinen Vertrieb weiterhin auf manuelle Übergaben, Copy-and-paste-Arbeit und sequenzielle Freigabeschleifen aufbaut, verliert nicht nur Zeit – er verliert Schlagzahl, Marge und am Ende auch Kunden“, warnt Dr. Alexander Nichau, Geschäftsführer der niologic GmbH.

    „Der effektivste Einstieg in die KI-Transformation ist ein umsatznahes Thema wie die Vertriebsautomatisierung, weil sich Investitionen in Datenaufbereitung, Schnittstellen und Automatisierung dort wirtschaftlich sauber begründen lassen“, erklärt Dr. Alexander Nichau. Genau hier setzt die niologic GmbH an. Das Unternehmen unterstützt mittelständische Betriebe dabei, bestehende ERP-Systeme als führende Systeme beizubehalten und externe KI-Automatisierung über digitale Schnittstellen anzubinden – ohne teures Upgrade, ohne Cloud-Zwang und ohne jahrelanges Migrationsprojekt. Dr. Alexander Nichau beschäftigt sich seit mehr als einem Jahrzehnt mit KI-gestützter Prozessautomatisierung, maschinellem Lernen und datengetriebenen Lösungen für den Mittelstand. Dass dieser Ansatz in der Praxis funktioniert, zeigt unter anderem ein Projekt bei den SCHÜTZ Werken in Selters. Dort führte die Vertriebsautomatisierung im B2B-Industriebedarf nach Angaben von Dr. Alexander Nichau zu Einsparungen im mittleren sechsstelligen Bereich und zu einer besseren Auslastung eines entsprechenden Teilbetriebs.

    Warum das ERP-System meist nicht das eigentliche Problem ist

    Viele mittelständische Unternehmen haben in den vergangenen Jahren erhebliche Summen in ihre ERP-Landschaften investiert. Nach der Projekterfahrung von Dr. Alexander Nichau liegen die Kosten für Einführung und Anpassung bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von etwa 100 bis 200 Millionen Euro häufig zwischen 2,5 und 5 Millionen Euro. Hinzu kommen laufende Wartungs- und Betriebskosten.

    Vor diesem Hintergrund stellt sich für viele Entscheider die Frage, ob zusätzliche Effizienzgewinne tatsächlich nur über ein weiteres ERP-Projekt erreichbar sind. Denn neue KI-Funktionen werden von vielen Anbietern an kostspielige Upgrades, höhere Lizenzgebühren oder einen Wechsel in die Cloud geknüpft. Gleichzeitig dauern solche Vorhaben nicht selten ein bis zwei Jahre und binden erhebliche interne Ressourcen. „Gleichzeitig sehen wir in der KI-Welt Innovationszyklen von 6 bis 8 Wochen bis zu einem nächsten KI-Modell. Die Leistungsfähigkeit verdoppelt sich hier derzeit ca. alle 9 Monate. Es ist somit durchaus sinnvoll, KI-Modelle losgelöst vom ERP-System zu betrachten.“

    Aus Sicht von Dr. Alexander Nichau liegt der größere Hebel deshalb häufig nicht im Austausch bestehender Systeme, sondern in der intelligenten Automatisierung der Prozesse rund um das ERP-System.

    Warum Datenqualität und Semantik über den Erfolg entscheiden

    Damit KI Kundenanfragen zuverlässig verstehen und verarbeiten kann, benötigt sie weit mehr als nur technische Schnittstellen. Entscheidend ist die sogenannte Semantik – also die fachliche Bedeutung von Produktnamen, Kundenausdrücken, Artikelnummern, Abkürzungen und internen Bezeichnungen. Genau hier liegt in vielen Unternehmen eine besondere Herausforderung: Dieselben Produkte oder Leistungen werden häufig auf unterschiedliche Weise bezeichnet. Für ein und dasselbe Produkt existieren beispielsweise verschiedene Handelsnamen, frühere Produktbezeichnungen, interne Kürzel oder kundenspezifische Nummernsysteme. Kunden verwenden zudem oft Trivialnamen, EAN- oder GTIN-Codes sowie eigene Artikelnummern. Eine KI muss diese Zusammenhänge erkennen und richtig einordnen können, um Anfragen korrekt zuzuordnen und passende Angebote vorzubereiten.

    Deshalb legt die niologic GmbH großen Wert auf die Aufbereitung von Produktdaten, Stammdaten, Lieferantendaten und Zuordnungstabellen. „Eine gepflegte Semantik ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass eine KI eingehende Kundenanfragen zuverlässig versteht, Produkte korrekt dem internen Katalog zuordnet und automatisierte Angebotsprozesse auslöst“, betont Dr. Alexander Nichau von der niologic GmbH. Erst wenn diese Grundlagen geschaffen sind, kann KI zuverlässig und wirtschaftlich arbeiten.

    Wie KI Angebote und Preise innerhalb weniger Sekunden vorbereitet

    Sind Datenbasis und Semantik vorbereitet, beginnt die eigentliche Automatisierung. Eingehende Kundenanfragen werden automatisch analysiert: Die KI erkennt Produkte, Mengen und Anforderungen, ordnet sie dem internen Produktkatalog zu und greift über digitale Schnittstellen auf das ERP-System zu. Dort können Angebote angelegt und Preisberechnungen vorbereitet werden.

    Dabei berücksichtigt die KI hinterlegte Preislogiken, Mindestmengen, Einkaufskonditionen und Freigaberegeln. Standardfälle lassen sich weitgehend automatisiert vorbereiten, während komplexere Vorgänge weiterhin von Mitarbeitern geprüft werden.

    „Eine automatisierte Angebots- und Preisberechnung kann ohne großes Tuning in etwa fünf bis zehn Sekunden durchgeführt werden – eine Angebotsdurchlaufzeit, die sich damit von rund vier Stunden auf wenige Sekunden verkürzt“, erklärt Dr. Alexander Nichau von der niologic GmbH. Dadurch werden Mitarbeiter von repetitiven Tätigkeiten entlastet und können sich stärker auf Kundengespräche, Beratung und Abschlüsse konzentrieren.

    Automatisierte Preissteuerung als Hebel für bessere Margen

    Die Vertriebsautomatisierung beschleunigt dabei nicht nur die Prozesse, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten bei der Preisgestaltung. So ist es Unternehmen dann möglich, Preise häufiger zu überprüfen, Marktreaktionen zu analysieren und Preisstrategien deutlich flexibler zu steuern. Gerade bei hohem Anfragevolumen entsteht daraus ein klarer Wettbewerbsvorteil. Denn wer schneller kalkuliert und seine Preislogik datenbasiert steuert, verbessert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Profitabilität.

    Insbesondere bei Unternehmen mit 100.000 und mehr Artikelkombinationen kommen klassische ERP-Systeme bei stündlichen Neuberechnungen an ihre Grenzen. Hier ergibt es Sinn, KI und Preisberechnung an spezialisierte Systeme auszulagern.

    Nach den Erfahrungen von Dr. Alexander Nichau sind dadurch in geeigneten Anwendungsfällen Margensteigerungen von mindestens 25 Prozent möglich. Besonders in Märkten mit schwankenden Verfügbarkeiten oder starkem Wettbewerbsdruck entstehen zusätzliche Potenziale. Unternehmen können Marktreaktionen besser auswerten, Verfügbarkeiten berücksichtigen und Preisentscheidungen deutlich schneller treffen.

    Warum die Vertriebsautomatisierung oft der Einstieg in eine größere KI-Transformation ist

    Die Vorteile enden allerdings nicht im Vertrieb. Die gewonnenen Daten lassen sich später auch für Einkauf, Logistik und weitere Geschäftsbereiche nutzen. Unternehmen erkennen genauer, welche Produkte regelmäßig nachgefragt werden, welche Waren beschafft werden sollten und wie sich Marktbewegungen frühzeitig erkennen lassen. Dadurch entsteht Schritt für Schritt eine datenbasierte Unternehmenssteuerung. Der Vertrieb liefert dabei den wirtschaftlichen Business-Case und schafft gleichzeitig die Grundlage für weitere Automatisierungsprojekte. Für viele Mittelständler wird die Vertriebsautomatisierung damit zum Einstiegspunkt in eine umfassendere KI-Transformation.

    Mehr Effizienz ohne ERP-Großprojekt

    Für Geschäftsführer und CFOs ist die entscheidende Erkenntnis oft überraschend: Moderne KI erfordert nicht zwangsläufig ein neues ERP-System. Statt bestehende Investitionen infrage zu stellen, können Unternehmen ihre vorhandenen Systeme weiter nutzen und gezielt erweitern.

    Nach Einschätzung von Dr. Alexander Nichau sind die technische Machbarkeit, erste Pilotprojekte und die Entscheidung über einen breiteren Einsatz häufig innerhalb von acht bis zwölf Wochen möglich. Damit entstehen deutlich schneller messbare Ergebnisse als bei klassischen ERP-Großprojekten, die nicht selten ein bis zwei Jahre dauern. „Menschen verkaufen weiterhin an Menschen. Unser Ziel ist nicht, den Vertrieb zu ersetzen, sondern ihn von administrativen Aufgaben zu entlasten. So gewinnen Unternehmen Geschwindigkeit, bessere Margen und mehr Zeit für das, was im Vertrieb wirklich zählt: den Kunden“, fasst Dr. Alexander Nichau abschließend zusammen.

    Sie möchten Ihre Angebotsprozesse beschleunigen und KI nutzen, ohne Ihr ERP-System auszutauschen? Dann vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch mit Dr. Alexander Nichau und erfahren Sie, wie sich KI wirtschaftlich sinnvoll in Ihre bestehende Systemlandschaft integrieren lässt!

    Pressekontakt:
    niologic GmbH
    Vertreten durch: Dr. Alexander Nichau
    E-Mail: info@niologic.de 
    Website: https://niologic.de/mission.html
    
    Ruben Schäfer
    E-Mail: redaktion@dcfverlag.de
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            niologic GmbH