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  • Nach Zollschlappe: USA leiten neue Prüfung gegen EU ein

    Nach jüngsten juristischen Rückschlägen für US-Präsident Donald Trumps Zollpolitik leitet die Regierung Untersuchungen ein, deren Ergebnisse auch als Grundlage für neue Strafzölle dienen könnten. Es geht darum, herauszufinden, ob strukturelle Überkapazitäten in Fertigungssektoren in der Europäischen Union und in anderen Ländern zu Nachteilen für die US-Wirtschaft führen, wie das Büro des Handelsbeauftragten Jamieson Greer mitteilte. 

    Neben der EU werden demnach auch die Schweiz, Norwegen, China, Japan, Mexiko, Taiwan, Indien und weitere asiatische Länder überprüft. Die Untersuchung stützt sich auf einen Passus eines Handelsgesetzes von 1974. In der Vergangenheit hatten die USA diesen Mechanismus etwa genutzt, um Strafzölle gegen China zu verhängen.

    Im Februar hatte der Oberste Gerichtshof Trump untersagt, unter Berufung auf ein anderes Gesetz per Erlass Zölle zu verhängen. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 hatte er am US-Parlament vorbei damit Importgebühren auf Einfuhren Dutzender Handelspartner verhängt. 

    Trump sucht jetzt andere Optionen

    Trump kündigte nach dem Urteil an, andere Instrumente nutzen zu wollen, um seine Zollpolitik durchzusetzen. Zudem brachte er sofort neue temporäre Zölle auf den Weg.

    Im Mai soll es zu der jetzt angeordneten Prüfung öffentliche Anhörungen geben. Auch die Regierungen der betroffenen Länder sollen konsultiert werden. Konkrete Fertigungssektoren, die überprüft werden sollen, werden nicht genannt. 

    Zugleich wird in der Bekanntmachung der Untersuchungen generell zum Marktumfeld festgehalten, dass es zum Beispiel in Deutschland einen großen Handelsüberschuss gebe. Dazu trügen unter anderem die Exporte der Autoindustrie, des Maschinenbaus, der pharmazeutischen Branche oder auch der Chemieindustrie bei, hieß es.

  • Deutscher wird Chef der Europäischen Staatsanwaltschaft

    Der deutsche Top-Jurist Andrés Ritter wird neuer Europäischer Generalstaatsanwalt. Das Europaparlament gab in Straßburg die finale Zustimmung zur Ernennung des 61-Jährigen.

  • Rolls-Royce und ZF entwickeln Hybrid-Antrieb für Kampfpanzer

    Der Großmotorenhersteller Rolls-Royce Power Systems und der angeschlagene Autozulieferer ZF entwickeln gemeinsam den Antrieb für das erste deutsch-französische Kampfpanzersystem. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) beauftragte Power Systems mit der Entwicklung des Antriebssystems – und ZF steuert als Partner ein elektrifiziertes Lenkschaltgetriebe bei, wie die Unternehmen in Friedrichshafen mitteilten.

    Gemeinsam wollen sie erstmals einen parallel-hybriden Antrieb für schwere militärische Kettenfahrzeuge entwickeln. Das sogenannte Powerpack solle eine Systemleistung von mehr als 1400 Kilowatt erreichen. Mit dieser Energie könnte man ein kleines Dorf mit Strom versorgen. Über den genauen Umfang des Rüstungsdeals war zunächst nichts bekannt.

    Kampfpanzersystems erst in ein paar Jahren serienreif 

    Rolls-Royce Power Systems übernehme als Generalunternehmer den Hauptantrieb. Der neue Motor sei auf hohe Lastwechsel, militärische Anforderungen und den steigenden elektrischen Energiebedarf moderner Gefechtsfahrzeuge ausgelegt. ZF entwickele für das System das elektrifizierte Lenkschaltgetriebe. 

    Das Kampfpanzersystem, das bislang unter dem Kürzel MGCS (Main Ground Combat System, Hauptbodenkampfsystem) bekannt ist, soll langfristig die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen. Erste Prototypen des Antriebssystems könnten nach Angaben der Unternehmen noch vor Ende der 2020er Jahre erprobt werden. Eine mögliche Serienfertigung wäre Anfang der 2030er Jahre denkbar.

  • Blaues Auge oder Einbruch? Der Krieg trifft die Wirtschaft

    Rasanter Anstieg der Ölpreise, gestörter Luftverkehr, faktische Blockade der Straße von Hormus: Der Iran-Krieg hat längst Folgen für die Wirtschaft. Doch wie stark trifft er die ohnehin angeschlagene Konjunktur in Deutschland? Und kann er den erhofften, mit riesigen Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur gestützten Aufschwung zunichtemachen? Hier gehen die Einschätzungen von Ökonomen auseinander.

    Recht zuversichtlich ist das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Ihm zufolge dürfte der Iran-Krieg die Erholung der deutschen Wirtschaft nur leicht belasten. Unter der Annahme, dass der stärkste Energiepreisschub bereits vorbei ist und die Öl‑ und Gaspreise im zweiten Quartal abebben, dürften sie das Wachstum lediglich um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte dämpfen.

     «Insgesamt wird die Erholung der deutschen Wirtschaft damit zwar gebremst, aber nicht gestoppt», schreibt das DIW. Das wahrscheinliche Szenario sei, dass die Energiepreise nicht dauerhaft steigen, sagte Präsident Marcel Fratzscher. 2026 werde die deutsche Wirtschaft trotzdem um 1,0 Prozent zulegen und 2027 um 1,4 Prozent.

    Die Erholung der deutschen Wirtschaft dürfte sich festigen, meint Geraldine Dany-Knedlik, die die Konjunkturprognosen beim DIW verantwortet. Die Schwachstellen blieben aber der Außenhandel und die exportstarke Industrie, wo teures Öl Branchen wie Chemie, Transport und Maschinenbau belaste.

    Insgesamt falle der Anstieg der Öl- und Gaspreise aber deutlich geringer aus als während der Energiekrise 2022 und 2023 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, erklärt das DIW. «Deutschland ist heute weniger von fossiler Energie aus der Golfregion abhängig als damals von Gas und Öl aus Russland.» 

    Ölschock für Verbraucher und Industrie?

    Vor allem der Stillstand des Schiffverkehrs in der Straße von Hormus, durch den sonst ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssiggasbedarfs transportiert wird, macht Ökonomen Sorgen. Am Montag waren die Preise für Brent-Rohöl auf fast 120 Dollar je Fass gestiegen, bevor die Preise wieder nachgaben. Der Gaspreis an den Börsen hat sich laut DIW fast verdoppelt. 

    «Wenn der Weltwirtschaft dauerhaft 20 Prozent der Kapazitäten bei Öl und Gas fehlen, wäre das heftig», sagte der neue «Wirtschaftsweise» Gabriel Felbermayr dem «Handelsblatt». Das sei der schlimmste anzunehmende Fall. Für jede zehn Dollar, die sich ein Ölfass verteure, werde das Wachstum in Industriestaaten um zehn Prozent geschmälert. 

    Autofahrer spüren den Krieg längst an den Tankstellen, wo die Benzin- und Dieselpreise über zwei Euro je Liter geklettert sind. Auch könnten die Lebensmittelpreise aus Sicht von Handelsforschern wieder stärker anziehen. Steigende Preise wiederum könnten den privaten Konsum als Säule der deutschen Wirtschaft belasten.

    «Erste Störungen im Luft- und Seeverkehr»

    Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat simuliert, dass höhere Ölpreise hierzulande zweistellige Milliardenschäden anrichten könnten. Klettere der Ölpreise auf 100 Dollar pro Barrel (159 Liter), beliefen sich die Verluste beim Bruttoinlandsprodukt auf 0,3 Prozent dieses Jahr und 0,6 Prozent 2027. Bei einem erwarteten Wachstum von rund einem Prozent dieses Jahr wäre das schon schmerzhaft. So macht sich teureres Öl etwa bei Warentransport bemerkbar, was die Exportnation Deutschland besonders trifft.

    Erste Störungen im Luft- und Seeverkehr führten schon zu längeren Transportzeiten und höheren Kosten, sagte der Präsident des Exportverbands BGA, Dirk Jandura. Noch sähen die Unternehmen keine gravierenden direkten Folgen des Iran-Kriegs, doch Einschränkungen zentraler Handelsrouten beobachte man mit Sorge.

    Immerhin: Der deutsche Handel mit dem Iran spielt nur eine untergeordnete Rolle. 2025 gingen deutsche Exporte im Wert von nur knapp einer Milliarde Euro in das Land, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Damit stand Iran auf Platz 72 in der Rangfolge der deutschen Handelspartner. 

    Hoher Ölpreis könnte Wachstum halbieren

    Wie stark die Eskalation im Nahen Osten die deutsche Wirtschaft trifft, hängt wesentlich davon ab, wie lange die Ölpreise hoch bleiben. Ein Krieg über wenige Wochen hätte laut Ökonomen nur begrenzte Folgen. «Bliebe der Ölpreis wider Erwarten mehrere Monate über der Marke von 100 Dollar, könnte sich das bisher für Deutschland prognostizierte Wirtschaftswachstum fast halbieren», sagt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

    Auch das DIW hat ein Negativszenario durchgerechnet, in dem der Iran-Krieg weiter eskaliert und die Energiepreise um gut die Hälfte binnen zwei Quartalen anziehen. Hier müsse die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erhöhen, was die Konjunktur bremse, sagte Präsident Fratzscher. Unter dem Strich würde dann die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozentpunkte zum Basisszenario sinken.

    Dazu kommt die Psychologie. Denn in einer Welt voller Krisen kommt mit dem Iran-Krieg der nächste Unsicherheitsfaktor dazu – neben dem Zollstreit mit den USA. Über der deutschen Wirtschaft hänge der Nahost-Krieg wie ein Damoklesschwert, sagt Ökonom Krämer.

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  • Blaues Auge oder Einbruch? Der Krieg trifft die Wirtschaft

    Rasanter Anstieg der Ölpreise, gestörter Luftverkehr, faktische Blockade der Straße von Hormus: Der Iran-Krieg hat längst Folgen für die Wirtschaft. Doch wie stark trifft er die ohnehin angeschlagene Konjunktur in Deutschland? Und kann er den erhofften, mit riesigen Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur gestützten Aufschwung zunichtemachen? Hier gehen die Einschätzungen von Ökonomen auseinander.

    Recht zuversichtlich ist das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Ihm zufolge dürfte der Iran-Krieg die Erholung der deutschen Wirtschaft nur leicht belasten. Unter der Annahme, dass der stärkste Energiepreisschub bereits vorbei ist und die Öl‑ und Gaspreise im zweiten Quartal abebben, dürften sie das Wachstum lediglich um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte dämpfen.

     «Insgesamt wird die Erholung der deutschen Wirtschaft damit zwar gebremst, aber nicht gestoppt», schreibt das DIW. Das wahrscheinliche Szenario sei, dass die Energiepreise nicht dauerhaft steigen, sagte Präsident Marcel Fratzscher. 2026 werde die deutsche Wirtschaft trotzdem um 1,0 Prozent zulegen und 2027 um 1,4 Prozent.

    Die Erholung der deutschen Wirtschaft dürfte sich festigen, meint Geraldine Dany-Knedlik, die die Konjunkturprognosen beim DIW verantwortet. Die Schwachstellen blieben aber der Außenhandel und die exportstarke Industrie, wo teures Öl Branchen wie Chemie, Transport und Maschinenbau belaste.

    Insgesamt falle der Anstieg der Öl- und Gaspreise aber deutlich geringer aus als während der Energiekrise 2022 und 2023 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, erklärt das DIW. «Deutschland ist heute weniger von fossiler Energie aus der Golfregion abhängig als damals von Gas und Öl aus Russland.» 

    Ölschock für Verbraucher und Industrie?

    Vor allem der Stillstand des Schiffverkehrs in der Straße von Hormus, durch den sonst ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssiggasbedarfs transportiert wird, macht Ökonomen Sorgen. Am Montag waren die Preise für Brent-Rohöl auf fast 120 Dollar je Fass gestiegen, bevor die Preise wieder nachgaben. Der Gaspreis an den Börsen hat sich laut DIW fast verdoppelt. 

    «Wenn der Weltwirtschaft dauerhaft 20 Prozent der Kapazitäten bei Öl und Gas fehlen, wäre das heftig», sagte der neue «Wirtschaftsweise» Gabriel Felbermayr dem «Handelsblatt». Das sei der schlimmste anzunehmende Fall. Für jede zehn Dollar, die sich ein Ölfass verteure, werde das Wachstum in Industriestaaten um zehn Prozent geschmälert. 

    Autofahrer spüren den Krieg längst an den Tankstellen, wo die Benzin- und Dieselpreise über zwei Euro je Liter geklettert sind. Auch könnten die Lebensmittelpreise aus Sicht von Handelsforschern wieder stärker anziehen. Steigende Preise wiederum könnten den privaten Konsum als Säule der deutschen Wirtschaft belasten.

    «Erste Störungen im Luft- und Seeverkehr»

    Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat simuliert, dass höhere Ölpreise hierzulande zweistellige Milliardenschäden anrichten könnten. Klettere der Ölpreise auf 100 Dollar pro Barrel (159 Liter), beliefen sich die Verluste beim Bruttoinlandsprodukt auf 0,3 Prozent dieses Jahr und 0,6 Prozent 2027. Bei einem erwarteten Wachstum von rund einem Prozent dieses Jahr wäre das schon schmerzhaft. So macht sich teureres Öl etwa bei Warentransport bemerkbar, was die Exportnation Deutschland besonders trifft.

    Erste Störungen im Luft- und Seeverkehr führten schon zu längeren Transportzeiten und höheren Kosten, sagte der Präsident des Exportverbands BGA, Dirk Jandura. Noch sähen die Unternehmen keine gravierenden direkten Folgen des Iran-Kriegs, doch Einschränkungen zentraler Handelsrouten beobachte man mit Sorge.

    Immerhin: Der deutsche Handel mit dem Iran spielt nur eine untergeordnete Rolle. 2025 gingen deutsche Exporte im Wert von nur knapp einer Milliarde Euro in das Land, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Damit stand Iran auf Platz 72 in der Rangfolge der deutschen Handelspartner. 

    Hoher Ölpreis könnte Wachstum halbieren

    Wie stark die Eskalation im Nahen Osten die deutsche Wirtschaft trifft, hängt wesentlich davon ab, wie lange die Ölpreise hoch bleiben. Ein Krieg über wenige Wochen hätte laut Ökonomen nur begrenzte Folgen. «Bliebe der Ölpreis wider Erwarten mehrere Monate über der Marke von 100 Dollar, könnte sich das bisher für Deutschland prognostizierte Wirtschaftswachstum fast halbieren», sagt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

    Auch das DIW hat ein Negativszenario durchgerechnet, in dem der Iran-Krieg weiter eskaliert und die Energiepreise um gut die Hälfte binnen zwei Quartalen anziehen. Hier müsse die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erhöhen, was die Konjunktur bremse, sagte Präsident Fratzscher. Unter dem Strich würde dann die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozentpunkte zum Basisszenario sinken.

    Dazu kommt die Psychologie. Denn in einer Welt voller Krisen kommt mit dem Iran-Krieg der nächste Unsicherheitsfaktor dazu – neben dem Zollstreit mit den USA. Über der deutschen Wirtschaft hänge der Nahost-Krieg wie ein Damoklesschwert, sagt Ökonom Krämer.

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  • Biontech-Gründer verlassen Unternehmen und gründen neues

    Die in der Corona-Pandemie berühmt gewordenen Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci werden das Unternehmen verlassen und ein neues gründen. Das Ehepaar scheide spätestens Ende 2026 aus, wolle aber Anteilseigner bleiben, teilte Biontech in Mainz mit.

  • Gewinn bei VW 2025 um knapp die Hälfte eingebrochen

    Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas größter Autobauer in Wolfsburg mit.

  • KI ist da, Entlastung nicht: Kai Kramer von der Kai Kramer Consulting GmbH über den größten Denkfehler bei KI & Automatisierung (FOTO)

    Microsoft Copilot läuft, aber das Postfach quillt trotzdem über – viele Geschäftsführer, IT-Verantwortliche und Kanzleipartner kennen das aus dem eigenen Alltag: Neue KI-Tools sind eingeführt, doch die Verwaltungsarbeit wächst weiter, Durchlaufzeiten bleiben lang und Mitarbeiter sind nach wie vor überlastet. Doch wie kann das sein und was läuft dabei grundlegend falsch?

    Der Kalender ist voll, die Inbox auch. Rechnungen warten auf Prüfung, Verträge auf Durchsicht, Bescheide auf Einordnung – und irgendwo in der Leitung hängt noch die Anfrage vom Mandanten, die seit drei Tagen unbeantwortet ist. Wer im Mittelstand, in einer Kanzlei oder einer Finanzabteilung Verantwortung trägt, kennt diesen Zustand. Er ist keine Ausnahme. Er ist Alltag. Und er hat sich in den vergangenen Jahren nicht verbessert. Im Gegenteil: Steigende regulatorische Anforderungen, wachsende Dokumentenmengen und zunehmende Bürokratie sorgen dafür, dass der operative Druck kontinuierlich zunimmt. Mehr Prompts, mehr Nacharbeit, mehr Abstimmungsbedarf. Was als Lösung gedacht war, erzeugt stattdessen neue Komplexität. „Wer ein KI-Tool einführt, ohne die zugrundeliegenden Prozesse zu klären, verlagert Arbeit nur“, warnt Kai Kramer, Geschäftsführer der Kai Kramer Consulting GmbH.

    „Der effektivste Ansatz ist demnach nicht das beste Tool, sondern der klarste Ablauf – nur wer zuerst den Prozess versteht und dann KI einsetzt, erzielt echte Entlastung“, ergänzt er. Genau diese Erkenntnis ist es, die Kai Kramer in seiner täglichen Arbeit mit Kanzleien, Mittelstandsunternehmen und Finanzabteilungen immer wieder als entscheidenden Wendepunkt erlebt. Seit rund 25 Jahren beschäftigt er sich mit KI, Geschäftsprozessautomatisierung und der Verarbeitung sensibler Texte und Daten. Mit der Kai Kramer Consulting GmbH hat er sich auf individuelle KI-Lösungen spezialisiert, die spürbare Entlastung in kurzer Zeit liefern. Dabei stehen Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und Prüfbarkeit nicht als Zusatzoptionen auf der Liste, sondern als nicht verhandelbare Grundbedingungen. Was es braucht, um KI tatsächlich zur Entlastung zu machen und welche Fehler dabei unbedingt vermieden werden sollten, erklärt Kai Kramer hier.

    Sechs Ursachen, die Entlastung systematisch verhindern

    Wer verstehen will, warum KI-Einführungen so häufig hinter den Erwartungen zurückbleiben, muss sich die konkreten Ursachenfelder ansehen. Zunächst fehlen dabei fast immer klare Prozessziele: Was genau soll schneller, fehlerärmer oder günstiger werden? Ohne diese Antwort gibt es keinen Maßstab für Erfolg. Ergänzend mangelt es an Standardisierung – Dokumenttypen, Eingangswege, Benennungen und Zuständigkeiten sind oft uneinheitlich, was jede Automatisierung von Beginn an ausbremst. Auch die Daten- und Dokumentqualität ist häufig unzureichend: uneinheitliche Vorlagen, unvollständige Unterlagen, Medienbrüche zwischen Systemen.

    Darüber hinaus fehlt eine funktionierende Qualitätssicherung mit definierten Prüfschritten, Freigabelogik und Monitoring. Ebenso ist die Compliance- und Datenschutz-Architektur nicht mitgedacht – Rollen, Berechtigungen, Protokollierung und Aufbewahrungsfristen bleiben ungeklärt. Zuletzt fehlt nicht selten die nötige Prozessstabilität: Ausnahmen, Sonderfälle und Eskalationswege sind nicht geregelt, was dazu führt, dass das System bei der ersten Abweichung ins Stocken gerät. „Jedes dieser Felder für sich ist bereits ein Hindernis. Zusammen ergeben sie ein Bild, das erklärt, warum so viele KI-Projekte trotz guter Absichten nicht die erhoffte Wirkung entfalten“, so Kai Kramer von der Kai Kramer Consulting GmbH.

    Zwei Fehlentscheidungen, die den Rückstand vergrößern

    In der Praxis zeigen sich ferner zwei gegensätzliche Reaktionsmuster auf die Unsicherheit rund um KI – beide führen in die falsche Richtung. Das erste Muster ist vollständige Zurückhaltung: Aus Angst vor Datenschutzverstößen, Haftungsrisiken oder unkontrollierbaren Fehlern wird gar nicht erst gestartet. Daraus resultiert ein wachsender Rückstand gegenüber Wettbewerbern, die bereits erste belastbare Erfahrungen sammeln – und ein steigender interner Druck, der sich irgendwann in überstürzten Entscheidungen entlädt.

    Das zweite Muster ist unkritischer Aktionismus: Standard-Tools werden ohne Absicherung eingeführt, Compliance-Anforderungen bleiben ungeklärt, Qualitätssicherung findet nicht statt. Was kurzfristig nach Fortschritt aussieht, erzeugt mittelfristig neue Risiken und zusätzliche Nacharbeit. Besonders problematisch sind dabei Marktversprechen, die „riesige Zeiteinsparungen innerhalb weniger Tage in Aussicht stellen – ohne belastbare Prozessbasis, ohne klare Betriebsverantwortung, ohne Antwort auf die Frage: Wer wartet das System? Wer prüft die Ergebnisse? Wer entscheidet bei Ausnahmen?

    Der belastbare Plan: So entsteht echte Entlastung

    Wer KI tatsächlich zur Entlastung machen will, braucht einen durchdachten Gesamtplan sowie einen strukturierten Einstieg mit klaren Prioritäten. Der erste Schritt dabei ist die Auswahl von ein bis zwei Kernprozessen, die hohes Volumen und klare Regeln aufweisen: Posteingang, Rechnungsprüfung oder Vertragsdatenextraktion sind typische Kandidaten. Auf dieser Basis wird eine Prozesslandkarte erstellt, die Schritte, Übergaben, Engpässe und Fehlerquellen sichtbar macht. Danach folgen die Definition von Qualitätskriterien wie Genauigkeit, Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Prüfquote sowie die Festlegung konkreter Kontrollpunkte: Freigabe, Stichprobe, Eskalation, Protokoll.

    Auch Datenschutz und Compliance sind dabei keine nachgelagerten Themen, sondern feste Anforderungen von Beginn an: Rollen, Berechtigungen, Dokumentation und Audit-Fähigkeit müssen von Anfang an mitgedacht werden. Anschließend wird ein erster Prototyp in realer Umgebung getestet, Nutzerfeedback und Nutzungsverhalten werden ausgewertet, das System wird stabilisiert – und erst dann auf weitere Prozesse ausgeweitet. Kai Kramer begleitet diesen Weg mit einem strukturierten Ablauf: vom interaktiven Kick-off über einen funktionsfähigen Prototypen bis hin zum Abschluss-Workshop mit konkreten Integrations- und Handlungsempfehlungen.

    Sie wollen Ihre Verwaltungsarbeit spürbar reduzieren, ohne dass KI-Tools zu unerwartetem Chaos führen? Dann melden Sie sich bei Kai Kramer von der Kai Kramer Consulting GmbH und lassen Sie sich unverbindlich beraten!

    Pressekontakt:
    Kai Kramer Consulting GmbH
    E-Mail: kai@kkc.ai
    Web: https://kkc.ai
    Weiteres Material: www.presseportal.de
    Quelle:            Kai Kramer Consulting GmbH
  • Hagel bietet Rücktritt an – CDU-Landesvorstand lehnt ab

    Baden-Württembergs CDU-Chef Manuel Hagel hat nach seiner knappen Wahlniederlage bei der Landtagswahl der Partei seinen Rücktritt angeboten. Das Angebot sei klar und einstimmig abgelehnt worden, sagte Landesgeneralsekretär Tobias Vogt und bestätigte einen Bericht des SWR.

  • Gewinn bei VW 2025 um knapp die Hälfte eingebrochen

    Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas größter Autobauer in Wolfsburg mit.